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Wenn Rechenzentren umziehen

10. März 2017, 09:47 Uhr   |  Markus Kien | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Von Bestandsaufnahme über Bedarfsanforderung bis zum High-Level-Design

Diese zehn goldenen Regeln sind aus unserer Sicht die Leitplanken für einen erfolgreichen Rechenzentrumsumzug:

  • Definieren Sie alle Hard- und Software-Ressourcen, die ins neue Rechenzentrum umziehen sollen:
    Um einen reibungslosen Umzug zu gewährleisten und geschäftskritische Störungen zu vermeiden, sollten Sie zunächst eine vollständige Bestandsaufnahme aller Ressourcen im Ausgangsrechenzentrum vornehmen – anhand bekannter Datenbanken. Zudem ist es unverzichtbar, die physischen Bestände am Ausgangs- und Zielort miteinander zu vergleichen, damit etwaige Differenzen berücksichtigt werden können. Erst auf dieser Basis lassen sich der Platzbedarf im neuen Rechenzentrum und die Migrationsphasen verlässlich planen.
  • Legen Sie die Architektur und Designvorgaben auf Basis des notwendigen Platzbedarfs im neuen Rechenzentrum fest:
    Aktualisieren Sie das High-Level-Design (HLD) des Ausgangsrechenzentrums anhand der notwendigen Ressourcenkonfiguration. Basis dafür bilden die geprüften Ressourcenbestände. Wenn Sie diese Ressourcenbestände, die Bedarfsprognose und Kapazitätsplanung betrachten, können Sie ermitteln, ob gegebenenfalls ein Ausbau der Infrastruktur im Zielrechenzentrum notwendig ist. Eventuell ist es ratsam, Anwendungsumgebungen, deren Infrastruktur erweitert werden muss, in spätere Migrationsphasen zu integrieren. Dies sollte bei der Vorabplanung der „migrationsfähigen“ Umgebungen berücksichtigt werden. Häufig ermöglicht erst ein Infrastrukturausbau im Ausgangs- und Zielrechenzentrum die physische und virtuelle Migration auf Basis der HLD-Planung. Stellen Sie außerdem die notwendigen Kapazitäten hinsichtlich Platzbedarf, Stromversorgung, Kühlung und die grundlegenden Infrastrukturen wie WAN, LAN oder etwa Dynamic Platform Services bereit, um die Rechenzentrumsmigration zu unterstützen.
  • Lassen Sie sich die Investitionskosten für benötigte Systeme genehmigen:
    Berechnen Sie grob die Gesamtkosten – aufgeteilt in Betriebs- (OPEX) und Investitionskosten (CAPEX) – mit Hilfe einer detaillierten Planung auf Basis des High-Level-Designs und unter Einbeziehung etwaiger Partner. Legen Sie die Kostenkalkulation anschließend der Geschäftsführung zur Prüfung und Genehmigung vor.
  • Stellen Sie notwendige Bedarfsanforderungen:
    Ist die Freigabe erfolgt, fragen Sie Angebote an und leiten die Beschaffungsanträge zur Auftragsverwaltung und -genehmigung weiter. Nach Genehmigung der Aufträge und Auslösung der Bestellungen sollten Sie anschließend den System- und Wareneingang gemeinsam mit den zuständigen Managementteams im Rechenzentrum koordinieren. Wenn Sie die Auftragsverwaltung innerhalb der Arbeitsabläufe des Migrationsprogramms möglichst zentral organisieren, lassen sich unnötige Verzögerungen vermeiden.
  • Vervollständigen Sie das High-Level-Design der Migrationsarchitektur und -prozesse auf Basis der zu verlagernden Ressourcen:
    Das High-Level-Design bietet Leitlinien und analysiert den vorhandenen Platzbedarf, damit dieser sich logisch in Bereiche aufteilen lässt, die einen ähnlichen Migrationsansatz erfordern. Außerdem bietet das HLD Anleitungen zu den optimalen Migrationsstrategien für die einzelnen Bereiche wie beispielsweise „Lift & Shift“, „virtuell zu virtuell“ oder etwa die Umstellung auf neue Plattformen.
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1. Wenn Rechenzentren umziehen
2. Von Bestandsaufnahme über Bedarfsanforderung bis zum High-Level-Design
3. Von Migrationsplanung über Umzug bis Außerbetriebnahme

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