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Netzwerk-Monitoring

Wenn Kleinigkeiten den Blick versperren

07. Dezember 2016, 11:45 Uhr   |  Autor: Dirk Paessler / Redaktion: Axel Pomper | Kommentar(e)

Wenn Kleinigkeiten den Blick versperren
© Igor Zhuravlov

Die IT sieht sich aktuell diversen Herausforderungen ausgesetzt: Shadow-IT, Mobility, Cloud & Co. zwingen Verantwortliche dazu, zeitnah strategische Entscheidungen zu treffen. Doch wer sich zu intensiv mit der IT von morgen beschäftigt, den können die kleinen IT-Probleme von heute schnell einholen.

Hier einen Bug fixen, da die erhöhte CPU-Last senken; das raubt viel Zeit im Alltag. Network Monitoring kann dabei helfen, kleine wie große Fehler automatisiert aufzudecken, um sie schneller zu beheben. Das schafft neue Ressourcen und einen freien Kopf für strategische Planungen.

Virtualisierung, BYOD, Cloud, SDN: Ständig bestimmen neue Trends die Berichterstattung in den IT-Medien. Was davon ist Hype und was ernstzunehmende Neuerung, die einen echten Mehrwert für die eigene IT-Infrastruktur bieten kann? Das herauszufinden kostet Zeit, die der Administrator im mittelständischen Unternehmen oft nicht hat. Zu sehr nimmt ihn die tägliche Routine in Anspruch. Und auch wenn eine neue Technologie als sinnvoll identifiziert wurde, erfordern eine gründliche Evaluierung und die folgende Implementierung noch mehr Zeit. Dabei darf der Zuständige die tägliche Routine auf keinen Fall vernachlässigen, die Folgen können gravierend sein.

Ein Server-Hangup, eine langsame Datenleitung oder ein fehlerhaftes Backup können schwerwiegende Folgen haben und müssen umgehend identifiziert werden, damit der verantwortliche Administrator tätig werden kann. IT-Abteilungen, die aufgrund mangelnden Einblicks in die eigene Infrastruktur zu viel Arbeitszeit auf Fehlersuche und -behebung verwenden müssen, laufen Gefahr, ihre strategische Planung zu vernachlässigen. Verwenden sie ihre Zeit jedoch auf die Planung statt auf Wartungsmaßnahmen, können nicht rechtzeitig erkannte Beeinträchtigungen zu ernsthaften Schäden führen. Während bei Evaluierung und Planung von neuen Technologien kaum Zeitspar-Potenzial besteht, lässt sich die tägliche IT-Wartung merklich rationalisieren. Das Zauberwort heißt Monitoring: Behält eine geeignete Monitoring-Lösung die komplette IT-Infrastruktur konsequent im Blick, lässt sich sehr schnell sehr viel Zeit sparen. Werden erste Anzeichen für die Störung sofort erkannt, können entsprechende Gegenmaßnahmen unter Umständen sogar automatisch von der Lösung selbst eingeleitet werden. Kommt es dennoch zu Störungen, erleichtert das Monitoring Fehlersuche und -behebung. Die langfristige Datenerhebung liefert die Informationsgrundlage für Schritte zur nachhaltigen Verbesserung von Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der gesamten Infrastruktur – und für die erfolgreiche Einführung neuer Technologien.

Mehr Zeit für die wichtigen Dinge

Nehmen wir das Beispiel E-Mail: Auch wenn das Ende der E-Mail schon oft verkündet wurde, behauptet sie sich nach wie vor in den meisten Unternehmen als zentrales Kommunikationsmedium. Treten Probleme bei der E-Mail-Kommunikation auf, leidet die Unternehmenskommunikation massiv, und ernsthafte wirtschaftliche Schäden können die Folge sein. Die IT steht in der Pflicht, für einen reibungslosen Ablauf aller E-Mail-Prozesse zu sorgen. Dazu ist es entscheidend, schon bei ersten Beeinträchtigungen die Ursache zu identifizieren und möglichst schnell Abhilfe zu schaffen. Das ist ohne konsequentes Monitoring nicht möglich. Wichtig ist dabei, nicht einfach nur den Exchange-Server zu überwachen, sondern sämtliche Komponenten, die in den E-Mail-Sende- und -Empfangsprozess involviert sind wie beispielsweise Firewalls, Switche und Router, Server oder auch virtuelle Systeme. Idealerweise bietet das Monitoring Möglichkeiten, komplette Prozesse zu definieren und in ihrer Gänze zu überwachen. Deuten sich erste Anzeichen von Beeinträchtigung an, wird die Monitoring-Lösung umgehend den zuständigen Techniker informieren, der dann zeitnah und punktgenau angemessene Maßnahmen einleiten kann. Im Notfall sollte die Monitoring-Lösung auch in der Lage sein, eine Firewall neu zu booten oder einen Server-Neustart zu erzwingen. Ohne Monitoring können Fehlersuche und -behebung sehr aufwändig werden und viel Zeit in Anspruch
nehmen. Im Idealfall, mit einer geeigneten Lösung und bei richtiger Implementierung, kann die Monitoring-Lösung durch aktives Eingreifen oder frühzeitiges Informieren eventuelle Probleme schon im Vorfeld vermeiden helfen und so den Zeitaufwand für das tägliche Bugfixing deutlich geringer halten.

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1. Wenn Kleinigkeiten den Blick versperren
2. Basis für kommende Optimierungen schaffen

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