Schwerpunkte

Datacenter-Lösungen in der Praxis

Von der Ausschreibung zum Rahmenvertrag

10. August 2020, 11:10 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Von der Ausschreibung zum Rahmenvertrag
© Pfalzkom GmbH

Im Jahr 2017 hat das Unternehmen Pfalzkom ein neues Rechenzentrum errichtet. Partner für dieses Vorhaben wurde der Dienstleister Schäfer IT-Systems, der die individuell angepassten Racks bereitstellte. Aus dieser ersten Kooperation wurden drei Teilprojekte – und schließlich ein Rahmenvertrag.

Energieeffizienz, Sicherheit und Hochverfügbarkeit sind essenzielle Eigenschaften von Rechenzentren. Dies gilt umso mehr für Anbieter von Colocation-Datacentern. Eine stets aktuelle IT-Infrastruktur ist dabei eine der Mindestanforderungen – so auch für die Pfalzkom GmbH. Der Ludwigshafener ITK-Service-Provider legt seinen Fokus auf die Sicherheit und Hochverfügbarkeit der Daten bei individuell zugeschnittenen Lösungen. Das Unternehmen unterhält mehrere Rechenzentren in der Metropolregion Rhein-Neckar. Neben dem eigenen, regionalen Glasfasernetz betreibt Pfalzkom zudem ein Partner- und Technologie-Netzwerk – auch über die Region hinaus.

Per Ausschreibung zum IT-Partner„Unsere Rechenzentren sind mit direkter Anbindung an internationale Austauschknoten in Frankfurt vernetzt. Mit nur rund einer Millisekunde Round-Trip-Time stehen Kunden gefühlt direkt in der Mainstadt“, sagt Robert Becker, der als Site Manager für Datacenter & Facilities bei Pfalzkom projektverantwortlich ist. Die Pfalzkom vermietet einzelne Racks und abgeschlossene, umzäunte Flächen innerhalb des klimatisierten Serverraums, sogenannte Caches. Im März 2017 nahm das Unternehmen ein neugebautes Rechenzentrum in Betrieb. Der Partner, der die IT-Schränke bereitstellen sollte, wurde per Ausschreibung gesucht. Die Lösungen mussten dabei zwei wesentliche, individuelle Auflagen umsetzen können: Zum einen sollten die Racks in die Warmgang-Einhausung, die bis zur Decke reicht, integrierbar sein, da die warme Luft im Rechenzentrum über diese abgeführt wird, anstatt sie wie herkömmlich über die Rückseite abzuleiten. Zum anderen sollten die Racks über elektronische Türgriffe abgesichert sein. Hintergrund ist eine Optimierung von Arbeitsschritten: Sind zum Zutritt befugte Mitarbeiter erst einmal im Rechenzentrum, können sie nun die einzelnen Schränke mit ihrer elektronischen Chip-Karte öffnen – und benötigen dazu nicht etwa einen Schlüssel.

Unter drei Unternehmen, die an der Ausschreibung teilgenommen haben, konnte sich Schäfer IT-Systems, Hersteller von Rechenzentrumslösungen für konventionelle und komplexe Anwendungen sowie Serverschränke und Netzwerktechnik, durchsetzen. Überzeugt habe Pfalzkom dabei die Kombination aus Qualität, der entsprechenden individuellen Umsetzung und einem sehr zufriedenstellenden Service, heißt es. „Natürlich spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle. Die Schäfer-Lösung macht sich durch Qualität bezahlt, die wir als langfristige und nachhaltige Investition sehen. Wir fühlen uns bis heute gut beraten und unterstützt“, sagt Becker.

Kyoto-Rad für effiziente KühlungSchäfer IT-Systems lieferte zunächst 16 speziell angepasste Racks in der Abmessung 800 x 1.200 Millimeter mit jeweils 43 Höheneinheiten. Das umgesetzte Prinzip des Kyoto-Rads erzeugt eine besonders effiziente Kühlung. Dazu nutzt es ein thermisches Rad aus Aluminium, das sich langsam in Kühlmodulen außerhalb des Rechenzentrums dreht und direkt an den Serverraum angebaut wurde. Das Rechenzentrum wird über die Kühlmodule mit kalter Luft befüllt, wo das Equipment die benötigte Kaltluft ansaugt. Die Abluft wird auf der Rückseite in die Warmgang-Einhausung abgegeben und steigt thermodynamisch nach oben, wo sie vom Kyoto-Rad abtransportiert wird.

Aus der Zusammenarbeit wurde ein RahmenvertragInnerhalb von nur zwei Wochen hieß es für die Racks „up and running“. Das überzeugte den Colocation-Anbieter, wodurch noch drei Nachfolgeprojekte entstanden. „Insgesamt haben Schäfer IT-Systems und die Pfalzkom drei Gesamtprojekte umgesetzt, davon zwei für größere Endkunden und eine Schrankreihe für verschiedene Kunden. Für Letzteres hatte Schäfer IT-Systems eine individuelle Lösung zur Hand: „Nur wenige Marktbegleiter können ad hoc Racks mit einer Breite von 700 Millimeter bereitstellen“, betont Becker und fügt hinzu, „inzwischen besteht ein Rahmenvertrag zwischen unseren Unternehmen.“

Das Projekt im Überblick

Kunde: Pfalzkom, Tochterunternehmen der Pfalzwerke AG
Branche: IT Service Provider
Mitarbeiter: 90
Systemhauspartner: Schäfer IT-Systems
Systemlieferant: Schäfer IT-Systems (Geschäftsbereich der Schäfer Werke Gruppe)
Herausforderung: rasche zeitliche Umsetzung
Lösung: 16 speziell angepasste Racks in der Abmessung 800 x 1.200 mm mit jeweils 43 HE

 

 

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