ROI von Glasfaser-Breitbandverbindungen

Unterm Strich gut aufgestellt

27. Januar 2022, 7:30 Uhr | Autor: Tobias Schubert / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Hintergrund: Realistische Return-on-Investment-Zeiträume

Glasfasermarkt in Deutschland
PwC konstatiert, dass von allen Szenarien der intelligente Ausbau den schnellsten Weg zum Break-Even-Point bietet.
© Glasfasermarkt in Deutschland – Relevante Thesen für Investoren und Betreiber, PwC, 2021

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat zusammen mit ihrer gobalen Strategieberatung „Strategy&“ eine Publikation zum deutschen Glasfasermarkt 2021 erarbeitet. Den Verfassern zufolge sollten Netzbetreiber auch in Deutschland wieder mutiger in die Zukunft investieren und ihren Business- beziehungsweise Ausbauplänen realistische ROI-Zeiträume zugrunde legen. Ein Gebäude amortisiere sich in der Regel auch nicht in sieben oder acht Jahren. Demnach sei eine Amortisationszeit von zehn bis zwölf Jahren bei Glasfaserinfrastrukturen dann erreichbar, wenn der Netzbetreiber den Ausbau intelligent und ohne zu hohe Kosten betreibe. Entscheidend sei die Ausrichtung an den Umsatzpotenzialen, indem er Kunden passgenau akquiriere, seine Upselling-Potenziale realistisch einschätze, die Bindung seiner Bestandskunden stärke, um Kundenschwund an den Wettbewerb zu vermeiden und dadurch weniger Opportunitätskosten zu riskieren. Hinzu komme die vollständige Ausschöpfung der Wholesale- und 5G-Backhauling-Potenziale. Die Studie stellt exemplarisch drei Szenarien für den Ausbau einer Glasfaserinfrastruktur und den resultierenden Investment Case dar – lokal, intelligent und massiv:

Bei Ersterem findet der Ausbau fragmentiert statt. Für den Netzbetreiber bedeutet dieses Szenario sehr niedrige Rollout-Kosten, aufgrund der lokalen Begrenzung allerdings zugleich auch betriebliche und vertriebliche Nachteile. Der intelligente Ausbau hat im Gegensatz zum Szenario „lokal“ das Ziel, das Glasfasernetz zwar bedarfsorientiert, aber über größere geografische Regionen hinweg auszubauen.

Im Szenario „massiv“ wird der schnelle, nicht selektive Ausbau einer (beinahe) flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur angestrebt. Dabei zeichnen sich zwei Subszenarien ab: ohne Wettbewerb und mit Wettbewerb. Im ersten Szenario werden alle Gebiete ohne bestehenden Highspeed-Festnetzanschluss (Glasfaser, HFC oder FTTB) ausgebaut. Im zweiten Szenario werden zusätzlich alle Gebiete mit bestehendem Highspeed-Festnetzanschluss (als Überbau) im Infrastrukturwettbewerb ausgebaut. (DK)

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