Wissenschaft und Wirtschaft

Uni Leipzig plant ein KI-Rechenzentrum

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© Sebastien Decoret / 123rf

Ein neues Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz soll in Leipzig entstehen. Dafür hat die Universität Leipzig zusammen mit Forschungseinrichtungen und Partnern aus der Wirtschaft eine Initiative gegründet. Vor allem Spitzenforschung und wirtschaftliche Anwendung sollen aufgegriffen werden.

Die Universität Leipzig will ein KI-Rechenzentrum (KIRZL) für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Leipzig etablieren. Dafür arbeitet sie gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz soll Forschung, Lehre und Transfer unterstützen.

Das neue Rechenzentrum soll mindestens 1.000 Quadratmeter an Nutzfläche für Serverinfrastruktur bieten. Zudem soll es für eine IT-Leistung von mindestens drei Megawatt ausgelegt sein. Dabei sollen vor allem drei Nutzungsbereiche gestärkt werden:

  • Methodenentwicklung, um Künstliche Intelligenz zu erforschen
  • Anwendungsorientierte Kooperationsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft im KI-Bereich
  • Ausbildung von IT-Fachkräften und KI-ExpertInnen

Dadurch sollen unter anderem Bereiche wie E-Health, Biotechnologie sowie Smart City und E-Commerce gestärkt werden. Das KIRZL soll Kapazitäten, Infrastrukturen sowie Daten-, Informations- und Beratungsdienste für die Entwicklung und Anwendung von KI-Verfahren und -Produkten zur Verfügung stellen. Gleichzeitig soll es höchste Sicherheitsstandards zum Schutz sensibler Daten und Algorithmen gewährleisten.

Mit dem KI-Rechenzentrum will die Universität zu einem Strukturwandel in der Region beitragen. Indem es Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie etabliert, soll es hochqualifizierte Arbeitsplätze sichern und schaffen und neue Wertschöpfungspotenziale erschließen. Damit soll die wirtschaftliche und demographische Entwicklung positiv beeinflusst werden.

Das wissenschaftliche Umfeld rund um den Standort Leipzig soll somit einen Meilenstein in seiner Entwicklung erhalten. Wissenschaft und Wirtschaft sollen so vernetzt werden und daraus Synergien, Wettbewerbsvorteile und Wertschöpfungspotenziale generieren.

Die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme des KIRZL ist im Zeitraum von 2022 bis 2026 vorgesehen. Ist das Rechenzentrumsgebäude im Jahr 2025 fertiggestellt, wird der KI-Cluster im Jahr 2026 in Betrieb genommen, einschließlich zugehöriger Komponenten für Cloud-, Speicher-, Back-up-, Archiv- und Netzinfrastruktur. Die Investitionskosten für das gesamte Vorhaben betragen 46 Millionen Euro.

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