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Intelligente Infrastruktur im Datacenter

Trockenen Fußes durch die Datenflut

15. Juni 2011, 11:54 Uhr   |  Andreas Kaufmann, Technical Manager Commscope, und Uli Geub, Fachredakteur für Netzwerktechnik | Kommentar(e)

Trockenen Fußes durch die Datenflut

Digitale Datenflut im Datacenter

Gartner prognostiziert, dass die über Netze übertragenen Datenmengen bis zum Jahr 2020 auf 4400 Prozent des aktuellen Standes anwachsen werden. Logisch, dass sich die Belastung auf die Datacenter und die Infrastruktur überregionaler Netze sehr stark erhöht. Diese müssen wachsen und sich entwickeln, damit die Organisationen kommende digitale Datenfluten schadlos überstehen.

Die aktuelle Befragung von über tausend großen Unternehmen in acht Ländern durch Gartner ergab, dass System-leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit, Netzwerküberlastung und Vernetzungsarchitektur die größten Sorgen bei Firmen und Organisationen verursachen.

Während des Konjunkturrückgangs in den Jahren 2009 und 2010 waren viele IT-Verantwortliche (CIO) genötigt, Sparmaßnahmen in deren ITK-Organisationen umzusetzen. Infrastrukturaufrüstungen wurden verschoben oder mit stark gekürzten Mitteln realisiert, was dazu führt, dass die IT-Verantwortlichen heute vor dem Problem stehen, mit veralteter oder zu gering bemessener Infrastruktur höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten und größere Effizienz absichern zu müssen. Viele große Unternehmen betreiben gegenwärtig Netze, die vor rund zehn Jahren installiert wurden und versuchen heute Anwendungen auszuführen, welche zurzeit der Planung des Netzes noch nicht einmal existierten.

Von den durch Gartner analysierten Organisationen werden über 50 Prozent  ihre Datacenter bis 2012 erweitern und mehr als 30 Prozent  werden neue Datacenter errichten, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Diese Unternehmen sollten die Gelegenheit wahrnehmen und eine Infrastruktur der Bitübertragungsebene einsetzen, welche in der Lage ist die Datenflut zu bewältigen und gleichzeitig die Systemleistungsfähigkeit im Allgemeinen zu verbessern.

Die Unternehmensnetzwerke müssen heute sicherstellen, dass die Fundamente gelegt sind, um die Vorteile von Dienstleistungen der nächsten Generation umfassend zu nutzen. Für unternehmensweite Netze ist es wichtig, über eingebaute Intelligenz zu verfügen. Dabei kommt der physikalischen Ebene des Firmennetzes die wichtige Aufgabe zu, mehr als nur einen zuverlässigen Unterbau für die Hochleistungskommunikation zu bieten. Intelligente Infrastrukturlösungen bieten vollständige Transparenz auf der Bitübertragungsebene, um die IT-Fachleute und die Netzwerkverantwortlichen zu unterstützen ihren Netzen höhere Sicherheit und Effizienz zu verleihen.

Das geschieht durch das rasche Eliminieren von toten Winkeln. Hierzu werden Netzwerklücken entdeckt und lokalisiert, außerdem werden alle Umzüge, Zugänge und Änderungen innerhalb des Netzes ununterbrochen überwacht. Diese Lösungen müssen den Datacenter-Verantwortlichen eine interaktive Echtzeitkontrolle sowohl für Kupfer- wie Lichtwellenleiterverbindungen bieten. Beispielsweise sollten sie in der Lage sein zu bestimmen, was und wer mit dem Netz verbunden ist, zudem sollte man erfahren, welche Geräte welche Dienste bieten. Aber auch die Verbindungspfade und die dazu notwendigen Rangierungen neuer Anschlüsse müssen klar bestimmt werden.

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