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Cloud-Computing

Sonderfall Hosted Private Cloud

21. September 2020, 08:32 Uhr   |  Autor: Luc Mader / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Argumente für die gehostete Private-Cloud-Variante

Was begründet folglich das offenkundige Comeback der Private Cloud? Zunächst lässt sich feststellen, dass Unternehmen vor allem den Sonderfall der Hosted Private Cloud für sich entdecken. Diese wird – wie eine Public Cloud – von einem externen Provider bereitgestellt. Anders als bei der mandantenfähigen Infrastruktur in der Public Cloud nutzt die gemieteten Systeme aber ausschließlich ein Kunde und nicht mehrere Kunden parallel. Damit sind die geschilderten Nachteile der Private Cloud obsolet. Trotz allem trennt sich hier – wie so oft – die Spreu vom Weizen. So zeigt ein Blick in die Praxis: Eine Hosted Private Cloud überzeugt vor allem dann, wenn die Lösung die folgenden acht Aspekte kombiniert:

  1. Flexibilität und Skalierbarkeit: „Pay what you use“ heißt die Devise. Der Trend bewegt sich weg von starren, unflexiblen Tarifen mit langen Vertragslaufzeiten hin zu flexiblen Lösungen. Die passen sich den ständig ändernden Bedarfen an und helfen Ressourcen einzusparen. Das Ergebnis: Unternehmen bezahlen genau das, was sie wirklich nutzen.
  2. Geschwindigkeit, Performanz und Hochverfügbarkeit: Werden Private-Cloud-Lösungen auf dedizierter Hardware betrieben, laufen sie unabhängig von der Nutzlast Dritter. Und das bedeutet hohe Geschwindigkeit sowie Bestnoten in der Performanz und Hochverfügbarkeit.
  3. Befreiung von eigenen Servern: Wer die Private Cloud outsourct, spart erhebliche Kosten und kann Ressourcen deutlich besser verteilen. Insbesondere, wenn es um die Speicherung und den Austausch von sensiblen Kundendaten geht, verlassen sich Unternehmen zudem lieber auf Experten, deren täglich Brot darin besteht, in diesem Gebiet kontinuierlich up-to-date zu bleiben.
  4. Datensicherheit und Datenschutz: Eine Private Cloud bedeutet, individuelle Sicherheitsanforderungen feingranular umsetzen zu können.
  5. Einfachere und schnellere Integration: Durch standardisierte Schnittstellen ist die Inbetriebnahme von Private-Cloud-Lösungen auf „Klick“ und ganz ohne Anfangsinvestitionen möglich.
  6. Umfassendere und passendere Funktionalität: Administrator-Funktionen und individuelle Konfigurationsmöglichkeiten verschaffen Unternehmen mehr Kontrolle und Sicherheit. So lassen sich z. B. Benachrichtigungen und Benutzerrollen passgenau abstimmen.
  7. Individualisierung: Immer häufiger lässt sich das Frontend – also die Oberfläche – mit dem eigenen Branding versehen. Hinzu kommen eine eigene Domain, ein individuelles Server-Setup, Benutzerverwaltung, Passwörter etc. Durch die Arbeit mit dem gewohnten Interface im unternehmenseigenen Corporate Design werden Unsicherheiten im Umgang mit der neuen Software reduziert und das Bewusstsein für die eigene, innovative Marke gestärkt.
  8. Weniger Wartungsaufwand: Bei einer Hosted Private Cloud können sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Die Wartung und Pflege übernimmt der Provider – und ist bei Fragen jederzeit ansprechbar.

Luc Mader ist CEO und Geschäftsführer von Luckycloud

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