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Setzkasten fürs Rechenzentrum

17. November 2016, 9:53 Uhr | Autor: Thomas Fischer von Noris Network, Redaktion: Markus Kien | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 4

Studie: Cloud-Computing auf dem Vormarsch

Axel Pols Bitkom Research
Axel Pols, Geschäftsführer bei Bitkom Research
© Bitkom

“Cloud-Computing ist eine Killer-Applikation der Digitalisierung”, wertet Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research, die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG unter 457 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern: demnach nutzten 54 Prozent der Unternehmen im Jahr 2015 Cloud-Computing – im Vorjahr waren es erst 44 Prozent. Die Erklärung liefert Pols gleich mit: “Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und sie ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle.”

Dass erstmals die Mehrheit der Unternehmen Cloud-Computing nutzt, ist laut Umfrage fast ausschließlich auf kleinere und mittlere Unternehmen zurückzuführen. So stieg die Cloud-Nutzung in Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern um sieben Prozentpunkte auf 62 Prozent im Jahr 2015 und in Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar um elf Punkte auf 52 Prozent. Bei Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitern legte die Nutzung auf vergleichsweise hohem Niveau nur um einen Punkt auf 69 Prozent zu. Pols: “Der Mittelstand hat seine Zurückhaltung beim Cloud-Computing endgültig abgelegt.”

Zum Verhältnis Private Cloud versus Public Cloud-Computing heißt es weiter: “Bislang installierten die Unternehmen vor allem Private Clouds, weil vielen die Nutzung über das öffentliche Internet zu unsicher schien. Das ändert sich jetzt”, so Pols. “Das vergangene Jahr markiert den Durchbruch für Public Cloud-Computing in der deutschen Wirtschaft.” Vor allem die großen US-Cloud-Anbieter hätten nach der Geheimdienstaffäre auf die Sicherheitsbedenken der Anwender reagiert und Rechenzentren in Europa beziehungsweise speziell in Deutschland aufgebaut. Damit sei gewährleistet, dass Daten im Rechtsgebiet der Europäischen Union bleiben.

Trotz des kräftigen Anstiegs bei der Public Cloud-Nutzung sind Sicherheitsbedenken weiter das größte Hindernis für einen intensiveren Einsatz der Technologie. 58 Prozent der befragten Unternehmen fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und 45 Prozent einen Datenverlust. “Das Vertrauen der Anwender in die Sicherheit der Cloud-Services ist die wichtigste Voraussetzung für eine weitere Verbreitung”, schlussfolgert Peter Heidkamp, Partner und Head of Technology bei KPMG.

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