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Komplexität bei der Virtualisierung in Rechenzentren entgegenwirken

Servervirtualisierung – eine Frage des richtigen Managements

31. Januar 2011, 17:24 Uhr   |  Burkhard Weßler, Geschäftsführer Raritan Deutschland | Kommentar(e)

Servervirtualisierung – eine Frage des richtigen Managements
© fs

Virtualisierung sorgt für Übersicht im Datacenter, doch macht es das Management nicht einfacher

Die Virtualisierung hat sich mittlerweile in vielerlei Hinsicht zur optimalen Lösung für zahlreiche IT-Anforderungen entwickelt. Allerdings bringt deren Implementierung einen beträchtlichen Prozess- und Verwaltungsaufwand mit sich. Die Entscheidungsträger in den IT-Abteilungen sehen sich daher zwei grundlegenden Herausforderungen in der optimalen Nutzung dieser Technologie gegenüber: höhere Effizienz und Flexibilität sowie schnellere Bereitstellung notwendiger Ressourcen. Ein Lösungsansatz ist die Konsolidierung aller Elemente im Rechenzentrum in eine einzelne überwachende Lösung, die Administratoren eine transparentere Übersicht und optimierte Verwaltung ermöglicht.

Das Prinzip der Virtualisierung ist gar nicht so neu, wie man zunächst annehmen könnte. Es wurde erstmals bereits in den 60er Jahren angewendet, um mehrere Anwendungen auf Mainframe-Computern auszuführen. Heute bietet jedoch bereits ein einziger kostengünstiger Server genügend Rechenleistung, um das Konzept der Virtualisierung umzusetzen und daraus beträchtliche Vorteile zu ziehen. Werden Anwendungen statt auf mehreren gering ausgelasteten Servern auf deutlich weniger und optimal ausgelasteten physischen Servern ausgeführt, können IT-Abteilungen ihre Hardwarekosten und sonstige Ausgaben (Netzwerkports, Platz für Serverschränke etc.) deutlich reduzieren.

Pro: Vorteile einer RZ-Virtualisierung

Auch können auf Basis einer Virtualisierung Maßnahmen zur Notfallwiederherstellung vereinfacht werden. Anstatt die Kosten für ein One-to-One-Remote-Rechenzentrum aufbringen zu müssen, sind Administratoren in der Lage, Anwendungsumgebungen auf einer geringeren Anzahl von Servern, die an entfernten Standorten eingerichtet sind, neu zu erstellen. Ein

weiterer Vorteil besteht darin, dass jeder virtuelle Computer in einer gesonderten Umgebung ausgeführt wird. Dadurch wirken sich Probleme in einem Betriebssystem oder einer Anwendung nicht auf andere Rechner aus, die auf demselben physischen Host ausgeführt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Host ordnungsgemäß funktioniert.

Dank der Möglichkeit, neue Systeme rasch und ohne den Kauf neuer Hardware, die Erstellung und/oder Einrichtung des Servers sowie die Aktualisierung der Firmware bereitzustellen, sparen Unternehmen viel Zeit ein. Mit vorkonfigurierten Abbildern von Basis-Betriebssystemen kann ein neuer virtueller Server buchstäblich im Handumdrehen bereitgestellt werden.

Auch hinsichtlich des Stromverbrauchs birgt die Virtualisierung Vorteile. Denn der Stromverbrauch eines Servers (und darüber hinaus der Kühlungsbedarf) verhält sich nicht linear zur CPU-Auslastung, da auch eine inaktive oder nahezu inaktive Serverplattform immer noch einen beträchtlichen Basisstromverbrauch verursacht. So verbraucht ein einzelnes System, dessen Auslastungsgrad 50 Prozent beträgt, weit weniger Strom als fünf Systeme, die jeweils nur zu zehn Prozent ausgelastet sind. Durch eine Umverteilung der Arbeitslast von mehreren schwach ausgelasteten auf eine geringere Anzahl von stark ausgelasteten Systemen werden daher Wärmebildung und allgemeiner Stromverbrauch deutlich verringert.

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1. Servervirtualisierung – eine Frage des richtigen Managements
2. Contra: Komplexität schreckt ab
3. Die Lösung: transparente Managementplattformen
4. Wünschenswerte Attribute einer Lösung für Zugriffskonsolidierung
5. Fazit

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