D2PF-Speichertechnologien

Samsung und Western Digital kooperieren für Standardisierung

30. März 2022, 8:27 Uhr | Lukas Steiglechner | Kommentar(e)
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Die beiden Storage-Hersteller Samsung und Western Digital wollen künftig zusammenarbeiten. Nicht an gemeinsamen Produkten, sondern für eine Standardisierung von D2PF-Speichertechnologien (Data Placement, Processing and Fabric). Erste Projekte hierfür laufen bereits seit Ende 2021.

Samsung Electronics und die Western Digital Corporation (WDC) haben am 30. März eine Absichtserklärung für eine einzigartige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Die Kooperation dient der Standardisierung und Förderung einer breiten Akzeptanz von D2PF-Speichertechnologien (Data Placement, Processing and Fabrics). Die Unternehmen werden sich zunächst darauf konzentrieren, ihre Kräfte zu bündeln und ein starkes Ökosystem für Zoned-Storage-Lösungen zu schaffen. Die Partnerschaft hat Unternehmens- sowie Cloud-Anwendungen im Fokus und soll eine Reihe von Kooperationen im Bereich der Technologiestandardisierung und Softwareentwicklung für D2PF-Technologien wie Zoned Storage vorantreiben. Durch diese Zusammenarbeit soll für Anwender gewährleistet sein, dass diese zukünftigen Speichertechnologien von mehreren Geräteherstellern sowie von vertikal integrierten Hardware- und Softwareunternehmen unterstützt werden.

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Innovation braucht Speicher

„Speicher ist die wesentliche Grundlage für die Nutzung von Daten – privat wie geschäftlich. Um den Bedürfnissen von heute und den Innovationen von morgen gerecht zu werden, müssen wir durch die Einführung neuer Standards und Architekturen die Branche gemeinsam voranbringen“, erklärt Rob Soderbery, EVP und GM, Flash Business Unit bei WDC. „Damit ein Technologie-Netzwerk erfolgreich ist, gilt es, übergreifende Frameworks und allgemeine Lösungsmodelle zusammenzuführen, damit es nicht zu einer Zersplitterung kommt. Denn diese würde die Implementierung erschweren und die Komplexität für Software-Entwickler unnötig erhöhen.“

„Diese Partnerschaft zeigt unser unermüdliches Bestreben, die Bedürfnisse unserer Kunden jetzt und in Zukunft zu erfüllen“, so Jinman Han, Corporate EVP, Head of Memory Sales & Marketing bei Samsung Electronics. „Sie ist der Startschuss für die Standardisierung von Zoned Storage und wird dafür sorgen, dass so viele Kunden wie möglich von den Vorteilen dieser wichtigen Technologie profitieren können.“

Erste Projekte laufen seit Ende 2021

Samsung und die Western Digital Corporation haben bereits eine Initiative für Zoned-Storage-Geräte gestartet, darunter ZNS SSDs (Zoned Namespaces) und SMR HDDs (Shingled Magnetic Recording). Mit der Hilfe von Organisationen wie der Storage Networking Industry Association (SNIA) und der Linux Foundation wollen Samsung und WDC Frameworks für Zoned-Storage-Technologien der nächsten Generation definieren. Die beiden Unternehmen haben die Zoned Storage TWG (Technical Work Group) gegründet, die im Dezember 2021 von SNIA genehmigt wurde und das Ziel verfolgt, offene und skalierbare Rechenzentrumsarchitekturen zu schaffen. Die Gruppe definiert und spezifiziert seitdem typische Anwendungsfälle von Zoned-Storage-Geräten sowie Host- beziehungsweise Gerätearchitektur- und Programmiermodellen.

Die Zusammenarbeit dient als Ausgangspunkt für die Erweiterung zonenbasierter Geräteschnittstellen sowie für Speichergeräte der nächsten Generation mit hoher Kapazität und verbesserten Technologien zur Datenplatzierung und -verarbeitung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Initiative auch neu entwickelte D2PF-Technologien wie Computational-Storage und Storage Fabrics einschließlich NVMe over Fabrics (NVMe oF) beinhalten.


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