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Powermonitoring

22. März 2013, 12:19 Uhr   |  Richard Mehl, Leiter der Produktsparte Communication and Systems bei E-T-A Elektrotechnische Apparate | Kommentar(e)

Powermonitoring
© E-T-A Elektrotechnische Apparate

Grafik 1 zeigt die Vorteile eines AC-Powermonitoring-System in Verbindung mit konventionellen elektromechanischen Geräteschutzschaltern.

Energieeffizienz ist in den letzten Jahren ein großes Thema. Ebenso wie die Wirkungsgradsteigerung bei energieerzeugenden unterbrechungsfreien Stromerzeugungen in der Datacenterindustrie. Dabei spielt aber auch die durchgängige Energieerfassung im Verbrauchersystem eine große Rolle.

Powermonitoring im Zusammenhang mit einem zentralen Stromverteilungssystem ist für das Energiemanagement essenziell. Dabei ist trotz einer großen Zahl erfassbarer Parameter für das Energiemanagement nur eine gewisse Auswahl für die jeweilige Applikationen sinnvoll. Ganz am Anfang einer solchen Systemanalyse steht also die Frage, welche Größen überhaupt detektiert werden sollen und mit welchem Ziel. Grundsätzlich ist zu sagen, Energie lässt sich nur an den Stellen einsparen, an denen man sich bewusst ist, dass Energie verbraucht wird. Folglich muss die Sensorik im Verteilnetz erhöht werden.

Doch wozu braucht man Powermonitoring überhaupt? Wo liegt das Potenzial in der Energieeinsparung? Hier gibt es ganz allgemein die Richtlinien EN 16001 beziehungsweise ISO 50001, die ein Energiemanagementsystem für industrielle Betriebe zur Effizienzsteigerung vorschreiben. Zudem gibt es Möglichkeiten, über die statistische Auswertung auch Wartungszyklen zu generieren, die nicht nur wie üblich nach einer festen Zeit durchgeführt werden. Hat beispielsweise in der Vergangenheit eine Anlage eine Störung nach zehnmaligem Erreichen einer Stromschwelle, wäre es ja durchaus sinnvoll, diese Anlage schon nach dem siebten Mal des Erreichens dieses Schwellwertes einer Wartung zu unterziehen.

Auch im Havarie-Fall lässt sich Anlagentechnik intelligent weiterbetreiben. In der Telekommunikation beispielsweise durch die Nutzung der Batterie für die wichtigsten Dienste (z.B. Sprach- vor Datenübertragung). Im Detail bedeutet das einen priorisierten Lastabhang. Die Funktion mit der niedrigsten Priorität wird bei Batteriebetrieb nach Erreichen einer bestimmten Unterspannungsgrenze abgeschaltet. Die Batteriekapazität wird so für die wichtigste Funktion im System reserviert und kann damit längstmöglich in Betrieb gehalten werden.

Statistische Daten lassen sich natürlich auch zu Abrechnungszwecken aufbereiten. Nutzen beispielsweise mehrere Telekommunikationsanbieter einen gemeinsamen Technikraum, kann Powermonitoring die verbrauchte Energie zuordnen. Auch ist es beispielsweise in Colocation-Räumen möglich, eine Batteriekapazität auch für einen Premiumpartner zu reservieren, nicht nur im Havarie-Fall.

Ein Stromverteilersystem ist dann in der Lage, die zu erfassenden Messdaten in Zusammenhang mit den Schutzschalterabsicherungen sehr wirtschaftlich und effizient zusammenzuführen.

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1. Powermonitoring
2. Vorteile einer zentralen Erfassung in einem Stromverteilungssystem
3. Stromverteilungssystem mit elektronischem Geräteschutz
4. Fazit

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