Schwerpunkte

Klimaneutrales Rechenzentrum

Pfalzkom ist Teil des Climate Neutral Data Centre Pact

29. Juli 2021, 10:57 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Pfalzkom ist Teil des Climate Neutral Data Centre Pact
© Maksim Samasiuk / Fotolia

Im Juli 2021 ist der ITK-Service-Provider Pfalzkom dem Climate Neutral Data Centre Pact beigetreten. Damit verpflichtet sich das Unternehmen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um Rechenzentren bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu betreiben. Eine nachhaltigere Wirtschaft ist das übergeordnete Ziel.

Mittlerweile sind 56 Anbieter von Cloud-Infrastruktur und Rechenzentrumsbetreiber sowie 22 Verbände aus ganz Europa dem Climate Neutral Data Centre Pact beigetreten. Auch ITK-Service-Provider Pfalzkom hat sich jetzt dem Pakt für klimaneutrale Rechenzentren angeschlossen. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission entwickelt. Dabei soll sie die Ziele des EU Green Deals unterstützen. Dieser sieht vor, Europas bis zum Jahr 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen.

Teilnehmer der Initiative verpflichten sich, ihre Rechenzentren bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu betreiben. Dabei unterstützen die Unterzeichner fünf konkrete Anforderungskriterien. Diesen zufolge müssen die Teilnehmer:

  • Rechenzentren nach einem messbaren und hohen Standard energieeffizient betreiben
  • Strom aus dem Kauf sauberer Energie nutzen
  • darauf abzielen, Wasser ehrgeizig einzusparen
  • Server, elektrische Geräte und andere zugehörige elektrische Komponenten wiederverwenden, reparieren und recyclen
  • untersuchen und anschließend umsetzen, wie sich Abluft praktikabel, umweltfreundlich und kosteneffizient nutzen lässt

Die Initiative setzt sich hohe Klimaziele

Eigenen Angaben zufolge erfüllt Pfalzkom bereits zwei der Kriterien des Klimapakts. So will Pfalzkom seine Rechenzentren bereits seit mehreren Jahren mit 100 Prozent Ökostrom aus dem konzerneigenen Versorgungsnetz versorgen. Auch die Energieeffizienz will das Unternehmen erreicht haben.

Hierfür wird die branchenspezifische Kenngröße, die Power Usage Effectiveness (PUE), als Messwert herangezogen. Der PUE-Wert setzt die insgesamt im Rechenzentrum verbrauchte Energie (Server, Kühlung, technische Steuerung, Licht, Video-Überwachung) ins Verhältnis mit der benötigten Energieaufnahme der dort betriebenen Rechner. Ein PUE von nahezu 1 würde bedeuten, dass das Rechenzentrum außer dem Strom für die Server keine weitere Energie verbraucht. Je mehr sich also der PUE dem Wert 1 nähert, desto effizienter ist das Datacenter. Der Zielwert der initiative liegt für neue Rechenzentren im Jahr 2030 bei unter 1,3. Diesen Wert erreicht laut Pfalzkom dessen Datacenter Rhein-Neckar II.

Für Jürgen Beyer, den technischen Geschäftsführer von Pfalzkom, war die Teilnahme an der Initiative ein wichtiger Schritt, um an bisheriges Engagement anzuschließen: „Klimaneutralität und Nachhaltigkeit sind Themen, die bei unseren Rechenzentren schon immer einen hohen Stellenwert hatten. Wir freuen uns daher, als Teil des Climate Neutral Data Centre Pact noch stärker auf den nachhaltigen Betrieb von Rechenzentren zu fokussieren.“

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