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Glasfasermessungen

Neue Software soll helfen, OTDR-Messungen zu interpretieren

16. März 2020, 10:00 Uhr   |  Autor: Johann Tutsch / Redaktion: Lukas Steiglechner | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Antennensysteme und Cloud-Funkzugangsnetze

Da es heute üblich ist, Antennensysteme auf Funkmasten und Dachinstallationen über Glasfaserstrecken anzubinden, müssen sich auch Antennentechniker mit der Inbetriebnahme und Zertifizierung solcher Verbindungen beschäftigen. Eine Softwareanwendung, die auf diesen Bereich zugeschnitten ist, kann einen Techniker, der weniger erfahren ist, bei Glasfasermessungen unterstützen.

Eine OTDR-Anwendung für auf Funkmasten und Dachinstallationen verteilte Antennensysteme (DAS Distributed Antenna Systems) und Cloud-Funkzugangsnetze (C-RAN) sollte in seiner Konfiguration über spezielle FTTA-Parametern und –Begriffen verfügen. Das System kann dann automatisch die optimalen Messparameter ermitteln und auswählen. Die Ergebnisse der OTDR-Messung werden schließlich mit FTTA-spezifischen Symbolen übersichtlich aufbereitet.

Messungen über PON-Splitter
Beim Testen einer kompletten Glasfaserstrecke mit PON-Splittern oder Splitter-Kaskaden ist es schwierig, wirklich alle Ereignisse korrekt zu erkennen und die Messergebnisse richtig zu interpretieren. Eine einfache grafische Darstellung der Ergebnisse aller passiven Netzwerkelemente ermöglicht eine schnelle Erkennung und Diagnose von Fehlern oder Unregelmäßigkeiten.

Wenn die Softwareanwendung für die Messung über PON-Splitter eine Auswahl an vorkonfigurierten Einstellungen, wie der Anzahl der verbauten Splitter, bietet, kann das die Messung beschleunigen. Gleichzeitig muss die Option bestehen, falsche interpretierte Ereignisse einfach zu korrigieren.

Johan Tutsch, Viavi Solutions
© VIavi Solutions

Johann Tutsch ist Account Manager bei Viavi Solutions.

Installation von Multifiber-Kabeln
Die Installation eines Punkt-zu-Punkt-Glasfaserkabels mit vielen Einzelfasern kann für einen Techniker eine große Herausforderung sein. Besonders, wenn er sich in Echtzeit einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten verschaffen möchte. Welche Fasern wurden bereits getestet, welche Fasern haben die Tests bestanden und welche nicht?

Bei Methoden wie einer Excel-Tabelle oder Handaufschrieb ist die Fehleranfälligkeit natürlich recht hoch. Das könnte dazu führen, dass der Techniker bereits positiv getestete Fasern noch einmal testet und negativ getestete Fasern keinen weiteren Prüfungen unterzieht. Eine Softwareanwendung am Messgerät könnte Fortschritte automatisch verfolgen. Moderne OTDRs sind in der Lage, jede Glasfaser in kürzester Zeit zu testen, Abnahmeberichte zu generieren und Projekte so schneller abzurechnen.

Zugeschnittene Software kann helfen
Eine spezifische Softwareanwendung kann die Auswertung der OTDR-Ergebniskurven durch eine symbolische Darstellung vereinfachen und erlaubt auch weniger erfahrenen Technikern oder Quereinsteigern eine sofortige Fehlerdiagnose. Die erforderlichen Messungen können somit schneller und zuverlässiger ausgeführt werden.

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