Probleme in der Lieferkette

Netzwerkausrüster Ericsson verzeichnet schwächeren Umsatz

19. Oktober 2021, 10:34 Uhr | Quelle: dpa / Redaktion: Lukas Steiglechner | Kommentar(e)
Ericsson, Headquarters, Kista
© Ericsson

Der schwedische Konzern Ericsson verzeichnet in seinem dritten Geschäftsquartal einen schwächeren Umsatz als im Vorjahresquartal. Grund dafür sind zum einen Probleme in der Lieferkette, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Zum anderen ringt das Unternehmen auch mit Problemen in China.

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat in den Monaten Juli bis September weniger umgesetzt als im Vorjahresquartal. Im Vergleich ging der Erlös um zwei Prozent auf 56,3 Milliarden Schwedische Kronen (5,6 Milliarden Euro) zurück, wie der Nokia-Konkurrent mitteilte. Der Netzwerkausrüster ringt dabei weiter mit Problemen in China. Zudem drückten im dritten Quartal wie bei vielen anderen Konzernen Probleme in der Lieferkette auf den Umsatz.

Beim operativen Gewinn konnte der Konzern dagegen Positives melden. Der um Kosten für den Konzernumbau bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei zwar um ein Prozent auf 8,8 Milliarden Kronen gesunken. Hier hatten AnalystInnen aber mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Den Umsatzrückgang in China bezifferte Ericsson auf 3,6 Milliarden Kronen – dieser habe sechs Prozentpunkte beim Wachstum gekostet. Die dortigen Probleme gehen unter anderem auf technische Schwierigkeiten zurück, die der schwedische Konzern bei der Einführung des 5G-Mobilfunknetzes hatte. Deshalb sind einige Kunden abgesprungen. Dazu kommen politische Probleme, nachdem sich Schweden dem US-Boykott des chinesischen Netzwerkausrüsters und Handyherstellers Huawei anschloss.

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