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MTI entwickelt sein Kerngeschäft weiter

06. September 2019, 13:54 Uhr   |  Autor: Ulrike Garlet

MTI entwickelt sein Kerngeschäft weiter
© Sophie McAulay-rangizz-123rf

MTI baut sein Portfolio sukzessive weiter aus, ohne die eigenen Wurzeln im Datacenter aufzugeben. Im nächsten Schritt möchte der IT-Dienstleister seine Kunden auch bei der Auswertung ihrer Daten unterstützen.

MTI, traditionell vor allem im Geschäft mit Rechenzentrumslösungen gut aufgestellt, arbeitet daran, sich als IT-Dienstleister mit einem ganzheitlichen Lösungsansatz im Markt zu positionieren. “Unser Blick hört nicht bei Storage und Backup auf”, sagt Michael Babylon, der im Frühjahr die Funktion als deutscher Geschäftsführer von MTI übernommen hat. Bereits seit einigen Jahren rückt das englische Systemhaus, das seinen deutschen Hauptsitz in Wiesbaden hat, Themen wie IT-Security, Managed Services und die Cloud stärker in den Fokus.

Während MTI aus seiner Historie heraus vor allem enge Partnerschaften mit EMC und Cisco pflegte, hat der IT-Dienstleister sein Portfolio in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt, um unabhängiger von einzelnen Herstellern zu werden. So sind mittlerweile etwa Partnerschaften mit Spezialanbietern wie Veeam, Commvault und SEP dazugekommen.

Seinen Wurzeln im Datacenter bleibt MTI allerdings auch weiterhin treu. “Storage und Backup sind unsere Herkunft und auch nach wie vor unser Kerngeschäft”, stellt Babylon klar. “Unser Zuhause ist das Datacenter. Um den einzelnen Arbeitsplatz kümmern wir uns nicht.”

Sein traditionelles Infrastrukturgeschäft hat MTI in den vergangenen Jahren um die beiden Säulen Security und Cloud erweitert. Das Geschäft mit Managed Services – ehemals ebenfalls eine eigene Säule – wurde dagegen im vergangenen Jahr in die drei Bereiche integriert. Denn je stärker Managed Services im Unternehmensalltag ankommen, desto weniger lassen sie sich von den anderen Segmenten abgrenzen. Backup oder eine Firewall bietet der Dienstleister schließlich auch als Dienstleistung an.

Managed Services haben dabei im Geschäftsmodell von MTI in jüngster Zeit rasant an Bedeutung gewonnen. “Mittelständler sehen langsam, dass sie nicht mehr in der Lage sind, alles selbst zu machen”, sagt Babylon. “Viele haben zunehmend Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Da bieten wir ihnen Managed Services quasi als verlängerte Werkbank an.” Obwohl jedes Unternehmen aus Sicht des Managers selbst Basis-IT-Know-how haben sollte, müsse es nicht für jeden Bereich einen eigenen Spezialisten einstellen, sondern könne IT-Spezialwissen extern zukaufen.

Doch auch das klassische Kerngeschäft von MTI verändert sich Stück für Stück – etwa wenn es um das Thema Backup geht. So habe Backup mittlerweile nicht nur eine sicherheitsrelevante, sondern auch eine strategische Funktion. “Datensicherung war schon immer ein wichtiges Thema, es hat sich aber still und leise verändert”, so Babylon im Gespräch mit CRN, der Schwesternzeitschrift der funkschau. “Es kommt heute vor allem darauf an, wie schnell man Daten wiederherstellen kann.”

Aufbauend auf seinem Kerngeschäft baut MTI sein Portfolio weiter aus. “Wir stellen ohnehin die Systeme zur Verfügung, auf denen das Gold der Unternehmen liegt, nämlich die Daten”, so Babylon. Damit sei man gut aufgestellt, um im nächsten Schritt Unternehmen auch bei der Auswertung ihrer Daten zu unterstützen. “Wir sind im Grunde schon da. Deswegen macht es Sinn, wenn wir uns künftig auch um die Auswertung der Daten unserer Kunden kümmern”, sagt Babylon. Mit dem geplanten Schritt entfernt sich MTI weiter von seinen Wurzeln als reiner Backup-, Storage- und Infrastrukturspezialist und erschließt sich beratungsintensivere Geschäftsfelder. “Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäft steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste”, bestätigt Babylon.

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