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Modernisierung des Rechenzentrums

17. September 2020, 13:07 Uhr   |  Autor: Pete Lumbis / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Modernisierung des Rechenzentrums
© everythingpossible/123rf

Auch wenn sich Infrastruktur und IT-Architektur weiterentwickeln – viele Rechenzentren wurden an diesen Fortschritt noch nicht angepasst. Modernisierung steht an. Eine dringliche Aufgabe für CIOs.

CIOs stehen durch steigenden Wettbewerb, Stakeholder und aufwendige Legacy-Technologien zunehmend unter Druck. Doch damit nicht genug: Sie sind sich durchaus bewusst, dass sie Änderungen an der Infrastruktur vornehmen müssen, um nicht nur die IT-Abteilung bei schnelleren Innovationen effektiv unterstützen zu können, sondern auch die optimale Basis für das Digitalisierungsvorhaben des Unternehmens zu legen. Denn das Rechenzentrum kann entweder Hindernis oder Beschleuniger der Digitalen Transformation sein.

Der Treibstoff
Das Customer Engagement, also die Interaktion mit dem Kunden, hat eine neue Dimension und einen höheren Stellenwert angenommen. Der Erfolg eines Unternehmens hängt nunmehr davon ab, wie flexibel und verfügbar Applikationen und Anwendungen sind, die zu einer besseren Kundenbeziehung führen und das Nutzererlebnis steigern. Bildlich gesprochen sind Anwendungen der Treibstoff und das Netzwerk ist der Motor eines erfolgreichen Unternehmens. Doch im Moment
gehen viele Unternehmen eher mit einem Kleinwagen anstatt mit einem gut ausgestatteten Sportwagen auf die Rennstrecke. Infrastruktur und IT-Architektur wurden zwar weiterentwickelt und sind agiler geworden, das Datacenter hat sich jedoch wenig bis gar nicht diesem Fortschritt angepasst. Die Modernisierung des Rechenzentrums sollte daher aktuell ganz oben auf der CIO-Agenda stehen.

Maßgeschneidert und automatisiert: Das Datacenter der Zukunft
Skalierbarkeit, Flexibilität und vor allem die Leistungsfähigkeit sind wichtige Eigenschaften für das Rechenzentrum der Zukunft. Mit zunehmendem Wachstum und steigender Komplexität des Netzwerks werden manuelle Konfigurationen immer zeitaufwendiger, schwieriger und riskanter. Die Automatisierung ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Modernisierungsmaßnahmen für CIOs.

Oft jedoch schränkt der Zusammenhang zwischen Hard- und Software die Möglichkeiten der Automatisierung für Unternehmen ein. Ein proprietäres Netzwerkbetriebssystem bedingt entweder den Einsatz einer proprietären Automatisierungssoftware oder das Hacken der eigenen Automatisierungslösung. Der häufig vorkommende „One size fits all“-Ansatz verhindert, dass eine Organisation die Ziele ihrer Digitalen Transformation erreicht.

Um das Netzwerk agil und flexibel zu designen, sollte das Betriebssystem Open-Source-Automatisierungstools unterstützen. Dadurch bekommt das Netzwerkteam gegebenenfalls die benötigte Freiheit, maßgeschneiderte Automatisierungslösungen entwickeln zu können, die den Unternehmenszielen und -anforderungen entsprechen.

Eine Sache steht außer Frage: Um die Anwendungen und Applikationen bereitstellen zu können, die heute erfolgsentscheidend für ein Unternehmen sind, ist ein stabiles Netzwerk unumgänglich. Wie muss also ein modernes Rechenzentrum strukturiert sein, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Was sollte man bei der Einrichtung beachten und was sind mögliche Stolpersteine? Eine der wichtigsten Komponenten einer erfolgreichen Digitalen Transformation ist der Aufbau der Hardware, auf der das Netzwerk läuft. Wenn das Unternehmen wächst und somit Anforderungen und Komplexität steigen, ist ein Netzwerk nötig, das sich problemlos diesen Veränderungen anpasst – es muss skalierbar sein. Und genau hier kommen derzeit noch viele Unternehmen an ihre Grenzen.

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1. Modernisierung des Rechenzentrums
2. Open Networking für mehr Flexibilität

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