Europäische Daten bleiben in Europa

Microsoft führt EU-Datengrenze ein

20. Dezember 2022, 11:12 Uhr | Autorin: Michaela Wurm | Kommentar(e)
Cloud Computing
© Microsoft

Microsoft beginnt am 1. Januar 2023 mit der schrittweisen Einführung der EU-Datengrenze für den öffentlichen Sektor und gewerbliche Kunden in EU und EFTA. Europäische Kundendaten sollen dann auch in Europa verbleiben.

Microsoft wird ab dem 1. Januar 2023 schrittweise die EU-Datengrenze (EU Data Boundary) für den öffentlichen Sektor und Unternehmenskunden in der Europäischen Union (EU) sowie der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) einführen. Kunden bekommen damit die Möglichkeit, ihrer Daten für Microsoft 365, Azure, Power Platform und Dynamics 365 innerhalb der EU-Datengrenze zu speichern und zu verarbeiten.

Damit werden laut Microsoft die bestehenden Verpflichtungen zur lokalen Speicherung und Verarbeitung von Daten erweitert und der Datenfluss aus der EU erheblich reduziert.

Die Einführung wird in drei Schritten erfolgen:

Phase 1: Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten für Microsoft 365, Dynamics 365, Power Platform und die Mehrheit der Azure-Dienste in der EU und EFTA.

Phase 2: Ausweitung über Kundendaten hinaus auf pseudonymisierte personenbezogene Daten bis Ende 2023.

Phase 3: Hinzufügen der Möglichkeit, Daten zu verarbeiten und zu speichern, die Microsoft bei der Inanspruchnahme von technischem Support zur Verfügung gestellt werden, und Behandlung der verbleibenden nicht regionalen Dienste im Jahr 2024.

Als weiteres Zeichen für Transparenz will Microsoft eine ausführliche Dokumentation zu seinen Grenzverpflichtungen veröffentlichen. Diese Transparenzdokumentation soll fortlaufend aktualisiert werden, wenn weitere Phasen der EU-Datengrenze eingeführt werden.

Microsoft sieht sich für den Schritt gut vorbereitet. „Um die Anforderungen von Kunden in der EU und der EFTA zu unterstützen, haben wir in mehr als 17 Regionen in Europa Rechenzentren eröffnet oder bauen diese gerade auf. Seit 2020 haben wir Pläne für den Bau von neun neuen Rechenzentrumsregionen veröffentlicht und in den zurückliegenden beiden Jahren mehr als 12 Milliarden US-Dollar investiert, was Microsoft zu einem der größten Investoren für die digitale Zukunft Europas macht“, betont Ralf Wigand, National Security & IT Compliance Officer bei Microsoft Deutschland, in seinem Blogpost.

Zuerst erschienen auf ict-channel.com.

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