Nutanix-Studie

Mehr Nachhaltigkeit in Rechenzentren

29. November 2022, 11:53 Uhr | Autorin: Anna Molder | Kommentar(e)
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Nutanix, Spezialist für hybrides Multi-Cloud-Computing, hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die Unternehmensentscheidern helfen sollen, nicht nur Energiekosten einzusparen, sondern auch den CO2-Fußabdruck ihrer Rechenzentrumsressourcen deutlich zu senken.

Die derzeitige Energiekrise hat europaweit zu sprunghaft ansteigenden Energiekosten geführt. Das macht Energieeffizienz und -versorgung zur obersten Priorität von CIOs und Rechenzentrumsanbietern. Veranstaltungen wie COP27 stärken zudem bei den Unternehmen jeder Größe und Branche das Bewusstsein für die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz ganz oben auf ihre strategische Agenda zu setzen. Doch obwohl die Mehrheit der Firmen genau das tun möchte, gibt es bisher nur wenig objektive Informationen darüber, welche Optionen ihnen zur Verfügung stehen, wie sich deren Vorteile miteinander vergleichen und welche Risiken verschiedenen Ansätzen inhärent sind. Das gilt insbesondere für die Bereiche IT-Infrastruktur und Rechenzentrum, die weit oben auf der Agenda stehen müssen, wenn die Unternehmen ihre Pläne, das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, erfolgreich umsetzen wollen.

Die Studie ergab unter anderem, dass zusammen mit Automatisierung, innovativen Kühlsystemen und erneuerbaren Energien die Transformation traditioneller 3-Tier-Architekturen hin zu Modellen der nächsten Generation – wie etwa hyperkonvergenten Infrastrukturen (HCI) – der Schlüssel sein wird, um das Einsparpotenzial bei Energieverbrauch und CO2-Fußabdruck von Rechenzentren zu realisieren.

Messbare Vorteile könnte ein breites Spektrum an Unternehmen erzielen – von großen Hyperscalern und Managed-Service-Providern über Großunternehmen bis hin zu kleineren Firmen. Im Vergleich zu traditionellen 3-Tier-IT-Plattformen könnten HCI-Architekturen der nächsten Generation den Energieverbrauch und CO2-Fußabdruck jährlich um potenziell zirka 27 Prozent senken.

Innerhalb der EMEA-Region hat die HCI-Transformation das Potenzial, im Zeitraum von 2022 bis 2025 den Energieverbrauch um 56,7 TWh sowie die Emissionen um 14,2 Millionen Tonnen CO2e (CO2-Äquivalente) zu reduzieren, so ein weiteres Studienergebnis. Außerdem könnten bis 2025 ein kompletter Umstieg auf HCI in den Rechenzentren Deutschlands potenziell 11,9 TWh Energie und beinahe 3,69 Millionen Tonnen CO2e einsparen.

Große Collocation-Rechenzentren bieten in der Regel einen geringeren PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) als typische On-Premises-Einrichtungen. Sie auf HCI-Architekturen umzustellen, könnte die Energieeinsparungen potenziell auf etwa 30 bis 40 Prozent steigern. Durch langfristige Stromlieferverträge, sogenannte „Power Purchase Agreements (PPA)“, könnten Collocation-Rechenzentren der nächsten Generation Zugang zu erneuerbaren Energien bieten und damit zum Klimaneutralitätsziel der Unternehmen beitragen, ohne in CO2-Zertifikate investieren zu müssen. Zudem sollten Unternehmen, die für ihre On-Premises-Rechenzentren einen Umstieg auf eine HCI-Architektur planen, angesichts gestiegener Energiepreise auch Kühltechniken der nächsten Generation evaluieren.

Die Ergebnisse und Vorhersagen in der von Nutanix in Auftrag gegebenen Studie basieren auf einer Analyse vom März dieses Jahres, die das unabhängige Forschungs- und Beratungsunternehmen Atlantic Ventures entwickelt hat. Die Untersuchung stellt verschiedene Technikmodelle vergleichend gegenüber, insbesondere traditionelle 3-Tier-Architekturen und HCI-Ansätze jüngeren Datums. Zu diesem Zweck hat Atlantic Ventures ein für Westeuropa typisches Fertigungsunternehmen modelliert, um Energieverbrauch und CO2-Fußabdruck von Rechenzentren an unterschiedlichen Standorten zu kalkulieren. Als Teil dieser Modellrechnung hat die Studie die potenziellen Effekte hyperkonvergenter Infrastrukturen auf Energiekosten und CO2-Emissionen in den Rechenzentren untersucht.

Zuerst erschienen auf lanline.de.

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