Für Klimafolgenforschung

Lenovo arbeitet mit dem PIK an neuem Supercomputer

29. November 2022, 10:18 Uhr | Lukas Steiglechner | Kommentar(e)
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High Performance Computing-Lösungen sowie Kühltechnologie soll Lenovo für einen neuen Supercomputer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung liefern. Dadurch sollen die Auswirkungen des Klimawandels mit nachhaltiger Rechenleistung erforscht werden.

Lenovo präsentierte auf der SC22 eine breitere Palette von „ThinkSystem“-Servern, die mehr Nutzern weltweit nachhaltige Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen und es den Anwendern ermöglichen sollen, datenbasierte Erkenntnisse effizient zu beschleunigen. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass sich das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) für seine HPC- und „Neptune“-Wasserkühlungslösungen entschieden hat, um seinen nächsten Supercomputer zu entwickeln, der ein tieferes Verständnis des Klimawandels ermöglichen und gleichzeitig revolutionäre Energieeffizienzverfahren einsetzen soll.

Alternative Kühllösungen, die den Stromverbrauch senken und gleichzeitig die Leistung steigern, um die Rechenleistungen zu beschleunigen, sollen künftig HPC-Nutzer in ihrer Effizienz unterstützen. Da Unternehmen ihre IT modernisieren, um ihre Geschäfte voranzutreiben, will sich Lenovo darauf konzentrieren, jedem Unternehmen die Leistungsfähigkeit von HPC zur Verfügung zu stellen und Organisationen jeder Größe in die Lage zu versetzen, leistungsstarke Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen, die helfen, die größten Herausforderungen der Menschheit zu lösen.

„Als weltweit führender Anbieter von Supercomputern und mit der kürzlich erfolgten Aufnahme in die Green500-Liste sind wir bestrebt, Supercomputing auf höchstem Niveau zu ermöglichen – von Exascale bis Everyscale – und sicherzustellen, dass Unternehmen jeder Größe energieeffiziente HPC- und Datenmanagement-Funktionen für ihren Betrieb nutzen können, um ihre Kunden bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen“, sagt Scott Tease, Vice President und General Manager of HPC and AI bei Lenovo Infrastructure Solutions. „Unsere branchenführende Lenovo Neptune-Flüssigkeitskühlungstechnologie kann auf CPUs und GPUs angewendet werden, die von einem einzelnen Server bis hin zu Lösungen mit Hunderten von Racks skaliert werden können, und sorgt für Energie- und Leistungseffizienz, die wieder in das Unternehmen zurückfließen kann, um Innovationen zu beschleunigen und wettbewerbsfähige Ergebnisse zu erzielen.“

Das PIK, ein Forschungsinstitut in der Klimafolgenforschung für globale Nachhaltigkeit und Lösungen, arbeitet seit fast einem Jahrzehnt mit Lenovo an Höchstleistungsrechnern, die Wissenschaftlern helfen sollen, ein tieferes Verständnis des Klimawandels zu erlangen und Strategien für die nachhaltige Entwicklung von Mensch und Natur zu schaffen. Das PIK entschied sich für die „Neptune“-Wasserkühlungs- und HPC-Lösungen, um einen Supercomputer zu entwickeln, der nicht nur die Forschung beschleunigt, sondern auch Innovationen im Bereich der Betriebseffizienz einsetzt, die Energieeinsparungen in das Gebäude zurückfließen lassen und den Energieverbrauch optimieren, um strenge Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig die Rechenleistung zu steigern. Nach seiner Fertigstellung soll der neue Supercomputer zu den schnellsten der Welt gehören und die Datenspeicherung und -verarbeitung beschleunigen, um komplexe Computermodelle zu erstellen, die reale Szenarien entwickeln, die von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft genutzt werden.

„Das PIK freut sich, ein früher Kunde für die 4. Generation der EPYC Prozessoren auf Lenovo ThinkSystem-Servern zu sein. Als Institution, die sich der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf natürliche und soziale Systeme mit dem Ziel der globalen Nachhaltigkeit widmet, war es für uns von entscheidender Bedeutung, die Kohlenstoffemissionen unserer Computersysteme so weit wie möglich zu reduzieren“, sagt Karsten Kramer, Head of IT-Services am PIK.

Als Teil des von Lenovo kürzlich angekündigten Infrastructure Solutions V3-Portfolios stellte das Unternehmen auch die fünfte Generation der „Neptune Direct Water-Cooling“-Technologie vor und bietet damit eine breitere Palette von „ThinkSystem“-Servern, die mit Lenovo Neptune ausgestattet sind, um bis zu 98 Prozent der Systemwärme abzufangen und den Stromverbrauch um bis zu 40 Prozent zu senken. Auf der SC22 stellte das Unternehmen neue High-Density-Server vor, die sich für leistungsintensive Lösungen eignen sollen. Darüber hinaus soll die neue Flüssigkeitskühlungslösung Nutzer bei der Maximierung der Rechenzentrumseffizienz dank CPU-Kühlungsfunktionen unterstützen.

Das erweiterte Portfolio von Lenovo wurde für die Kreislaufwirtschaft entwickelt und bietet Fortschritte bei Dienstleistungen, Verpackungen und Produktdesign, die den Nutzern helfen sollen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Das Verpackungsdesign nutzt eine Methode der Rack-Integration, bei der die Server vorinstalliert in Racks versandt werden, wodurch bis heute über 3,5 Millionen Pfund Karton eingespart wurden. Lenovo hat außerdem vor kurzem die Ausweitung der „Lenovo CO2 Offset Services“ auf ausgewählte „ThinkSystem“-Server bekannt gegeben, mit denen Unternehmen ihre Emissionen durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten der Vereinten Nationen ausgleichen können. Darüber hinaus bieten die „Lenovo TruScale Sustainability Services“ eine Pay-as-you-go-Nutzung, die dazu beiträgt, eine Überversorgung zu vermeiden und den Energieverbrauch zu senken, während die „Lenovo Asset Recovery Services“ bei der Entsorgung ausgedienter Geräte helfen.

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