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Die Solarwinds-Community berichtet

Horrorgeschichten aus dem Rechenzentrum

29. Oktober 2019, 14:16 Uhr   |  Diana Künstler

Horrorgeschichten aus dem Rechenzentrum
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Ende Oktober ist die Zeit der Kostümpartys und Horrorfilme. Es kann durchaus Spaß machen, in der Sicherheit des Wohnzimmers gemütlich in eine Decke eingewickelt Gruselgeschichten zu lesen. Doch es gibt noch eine andere Art Horror-Stories: diejenigen, die Technikexperten das ganze Jahr über erleben.

Dieses Jahr hat SolarWinds unter den mehr als 150.000 Technikexperten in seiner “THWACK”-Community gefragt, welche Gruselgeschichten sie im echten Leben bei der Arbeit im Rechenzentrum erlebt haben. Vielleicht ein fürchterliches Missgeschick mit einer Kälteanlage, der Lüftung, einem Generator oder einer Lichtleitung? Oder haben mysteriöse Faktoren von außerhalb des Rechenzentrums dafür gesorgt, dass der normale Betrieb empfindlich gestört wurde?

Dies sind einige der Horrorgeschichten, die die Technikexperten von Thwack dieses Jahr erzählt haben:

Schmuckbild Sturm, Wind, Unwetter
© trendobjects - Fotolia.com

Horrorszenario 1: Der Sturm naht

Richard Phillips, Senior Network Engineer:
„Mein größter Albtraum war es, als ich nachts ins Rechenzentrum gerufen wurde, weil der Strom ausgefallen war und die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nicht automatisch auf den Generator umgestellt wurde. Wir konnten lediglich auf den USV-Techniker warten, der das Problem beheben sollte. Die Firma war schnell da und das Problem war innerhalb einer Stunde behoben. Nachdem die USV repariert war, brauchten wir eine Dreiviertelstunde, um alles wieder zum Laufen zu bringen und zu kontrollieren, dass alles reibungslos funktionierte. Alles ging gut, bis um 2 Uhr nachts wieder der Strom ausfiel: Die USV schaltete auf den Generator um, der jedoch nicht startete, und wieder wurde es im Rechenzentrum dunkel. Erst um kurz nach 6 Uhr funktionierte alles wieder und wir konnten das Rechenzentrum wieder in Betrieb nehmen – kurz bevor die Mitarbeiter zur Arbeit erschienen und staatliche Behörden öffnen. Ein knapper Erfolg nach einer sehr langen Nacht.“

“chrispacifico”, IT Manager – Systems:
„Unser Netzwerktechniker hatte eine Menge Änderungen an den Switches in unserem Rechenzentrum vorgenommen. Seitdem lief alles reibungslos und funktionierte einwandfrei. In jener Nacht gab es einen schweren Sturm, der zu einem Stromausfall führte. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung, die die Switches versorgte, hatte keinen Strom mehr, was dazu führte, dass sich alles abschaltete. Als der Strom wieder da war, funktionierte nichts mehr. Der Techniker hatte die Konfiguration nicht gespeichert und alles wurde (in den ursprünglichen Zustand) zurückgesetzt.“

Horrorszenario 2: Gespenstische Rückblicke

Jfrazier, Global Monitoring Technologies Engineer III:
„Früher habe ich mal in einem Rechenzentrum gearbeitet, das sich unter dem Parkdeck befand, was bedeutete, dass bei Regen Wasser eindrang. Irgendwann hatten wir Plastikplanen zwischen der Decke und dem darüber befindlichen Beton aufgespannt, um das Wasser in größere Auffangbecken zu leiten, und bei Sturm mussten wir auf Leitern steigen und das Wasser mit einem Nasssauger absaugen. Später ließen wir Schalen in der Größe der 2x4-Deckenplatten anfertigen, sodass wir das Wasser nur noch bei Bedarf auskippen mussten. Es war immer spaßig, ein neues Leck zu entdecken und nachschauen zu müssen, wo das Wasser eventuell eingedrungen war.“

Gespenst Bett Kind Angst
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knucklebusted, Lead Network Engineer:
„Vor vielen Jahren hatten wir das Problem, dass die Dateiübertragung auf ein bestimmtes Gerät immer wieder fehlschlug: Nach jedem Versuch waren die Dateien beschädigt und das Gerät stürzte während dieses Prozesses ab. Wir arbeiteten mehrere Tage lang vergeblich an der Sache, bis mein Chef eine verrückte Idee hatte: Er tauschte die Netzwerkkabel zwischen zwei benachbarten Geräten im selben Subnetz aus und bat uns, es erneut zu versuchen. Das ursprüngliche Gerät funktionierte nun ganz wunderbar, aber das andere Gerät bekam Probleme mit demselben Prozess. Wir zogen das Kabel heraus, steckten ein neues ein und schon funktionierte alles wieder. Später haben wir das Kabel mit einem Prüfgerät überprüft, aber nie einen Fehler gefunden. Mein Chef sagte, das Kabel sei verflucht. Er schnitt mit einem Drahtschneider die Enden ab und warf das Ganze in den Müll.“

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1. Horrorgeschichten aus dem Rechenzentrum
2. Von Explosionen und anderen Katastrophen

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