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Für mehr Transparenz im Datacenter-Markt

07. Mai 2020, 13:34 Uhr   |  Autor: Stefan Adelmann

Für mehr Transparenz im Datacenter-Markt
© ralwel/123rf

Der Datacenter-Markt ist komplex, Angebote und Produkte sind für Unternehmen nur schwer vergleichbar. Die Anfang 2020 gestartete Plattform dcOrbis soll hier Abhilfe schaffen, eine schnelle Übersicht ermöglichen, Transparenz fördern – und so laut den Gründern auch Innovation in der Branche befeuern.

Für Privatpersonen ist fast jedes Produkt nur noch wenige Klicks entfernt. Die Plattformökonomie macht es möglich. Ob Amazon, Ebay oder Zalando – der Einkauf von Waren war noch nie so schnell und unkompliziert möglich wie heute und gerade in Zeiten der Coronakrise spielt der Online-Handel seine Stärken nochmals voll aus.

Im B2B-Bereich sind entsprechend stark positionierte und nutzerfreundliche digitale Angebote oft aber noch Fehlanzeige. Dabei wächst die Komplexität vor allem in der eigentlich so digital-affinen IT- Welt stetig und steigert für Unternehmen die Herausforderung, das kaum zu überschauende Angebot aus Produkten und Dienstleistungen zu überblicken. So ist vor allem im vielfältigen Datacenter-Umfeld umfassende Vergleichbarkeit kaum möglich, gerade Themenneulinge stehen vor zahlreichen Hürden, über die auch kein Blick in Online-Ratgeber hinweghilft. Und selbst wer gegebenenfalls auf die Erfahrung von Beratern und Dienstleistern zurückgreifen möchte, kann sich nicht immer sicher sein, bei der idealen Adresse zu landen und am Ende das beste Angebot sowie eine perfekte Umsetzung zu erhalten.

Diese Innovationsresistenz schafft mancherorts Frust im Markt. Laut Harry Knopf ist es ernüchternd, dass Rechenzentren zwar die unerlässliche Basis einer jeden Digitalisierungsbestrebung sind, der Markt aber selbst kaum von dieser Entwicklung in Form digitaler Strukturen profitieren würde. „Der Datacenter-Markt ist ein Zukunftsmarkt, der die technischen Möglichkeiten aber nicht nutzt“, so das Urteil des Datacenter-Experten.

Wenn Harry Knopf und Thorsten Grosse von den Hürden im DC-Umfeld sprechen, dann berichten sie aus Erfahrung. Beide waren in den vergangenen zwei Jahrzehnten für große Hersteller und Dienstleister im Rechenzentrums- und IT-Umfeld tätig und kennen das alltägliche Geschäft sehr genau. Vor rund eineinhalb Jahren haben sich die zwei Experten jedoch dazu entschlossen, aus der allzu analogen Not eine Tugend zu machen und eine Plattform zu entwickeln, um dem Datacenter-Markt in die digitale Zukunft zu verhelfen.

Mehr Innovation wagen
Aus dem Plan ist mittlerweile ein Angebot geworden. Anfang des Jahres ist dcOrbis gestartet, eine Plattform, die laut den Gründern vergleichbar mit Amazons Marketplace ist. Kunden finden dort von Kabeln über Racks, Brandmeldeanlagen, Storage, Servern bis hin zu Software nahezu alle Komponenten für ein Rechenzentrum und sollen zukünftig von Bewertungen anderer Käufer profitieren können, die Orientierung im Produktdschungel bieten. Selbst tritt dcOrbis dabei nie als Verkäufer, sondern stets als Vermittler auf. Den Verkauf selbst übernehmen wiederum Hersteller und Dienstleister, die hinter dem Angebot und der anschließenden Abwicklung stehen.

Antrieb von dcOrbis ist dabei nicht nur die eigene Suche nach einem erfolgreichen Geschäftsmodell, sondern laut Knopf und Grosse der Wunsch, dem gesamten Datacenter-Markt zu mehr Transparenz zu verhelfen, die wiederum nötig ist, um weitere Innovationen zu ermöglichen. Bedarfsträger sollen mit wenigen Klicks das finden, wonach sie zuvor teils Monate hätten suchen müssen. Darüber hinaus kann jedes Unternehmen und jedes Produkt über die Plattform bewertet  werden, so der Anspruch der Datacenter-Experten. „Das Internet ist ein Werkzeug, es macht einem das Leben leichter“, sagt Knopf. „Und der Markt wird nur funktionieren, wenn wir neue Konzepte finden.“

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1. Für mehr Transparenz im Datacenter-Markt
2. Es muss nicht immer das Valley sein

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