Aruba-Umfrage zu NaaS

Flexible Netzwerke unter der Lupe

27. Januar 2022, 12:58 Uhr | Autorin: Anna Molder | Kommentar(e)
Netzwerk
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Laut einer Umfrage des HPE-Unternehmens Aruba steigt das Interesse an Network as a Service (NaaS) weiter.

In der Umfrage hat man NaaS als ein Konzept definiert, bei dem ein Unternehmen mehr als 50 Prozent seines Netzwerks sowie dessen Betrieb und Lebenszyklus-Management von einem Dritten auf Abonnementbasis bereitstellen lässt. 86 Prozent der insgesamt 5.400 befragten IT-Entscheidungsträger in der EMEA-Region beschäftigen sich aktuell mit diesem Konzept. In fast jedem dritten Unternehmen (30 Prozent) ist es ein häufig diskutiertes Thema.

Geringe Kosten sind ein wesentliches Argument für den Einsatz von NaaS-Angeboten, so Arubas Interpretation der Ergebnisse. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten erwarten, dass NaaS zur Senkung der Betriebskosten beitragen wird, und 60 Prozent sind der Meinung, dass es eine Verlagerung von den Investitionsausgaben zu den Betriebsausgaben ermöglichen kann. Aber auch die Flexibilität – sowohl in Bezug auf das Netzwerk als auch auf das Zeit-Management der Belegschaft – ist ein wichtiger Faktor.

Für 81 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region ist eine flexible Skalierbarkeit ihres Netzwerks von zentraler Bedeutung. Die Befragten sehen in NaaS einen Game Changer, wie sie ihre Aktivitäten verwalten können. Knapp mehr als die Hälfte (51 Prozent) sind der Meinung, dass NaaS ihnen dabei helfen wird, IT-Personal einzusparen. 77 Prozent glauben, dass sie dadurch mehr Zeit für Innovationen und strategische Initiativen zur Verfügung haben.

Bevor IT-Verantwortliche entsprechende Lösungen in Betrieb nehmen können, gilt es auf einige Faktoren zu achten. Auf den ersten Blick betrachtet, sind interne Prozesse die schwierigste Herausforderung. Zu den größten Bedenken gehören Budgetregeln und Investitionszyklen (59 Prozent), die Beschaffung des Budgets (55 Prozent) und die Einhaltung der internen Beschaffungsvorschriften (51 Prozent). Bei einer genaueren Analyse der Datenlage ergibt sich für Aruba allerdings ein grundlegenderes Problem: ein mangelndes Gesamtverständnis von NaaS.

Während sämtliche befragten IT-Entscheider angeben, dass sie mit dem Begriff NaaS in Berührung gekommen sind, sagen nur zwei von fünf, dass sie seine Bedeutung vollständig verstehen. Selbst von den Unternehmen, die sich häufig mit NaaS auseinandersetzen, geben nur 46 Prozent an, dass sie mit ihm umfassend vertraut sind.

Vor diesem Hintergrund sind viele Befragte der Meinung, dass sich das Konzept nur schwer umsetzen lässt. Lediglich elf Prozent der der Befragten halten NaaS derzeit für eine etablierte und praktikable Lösung. Andere Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass NaaS noch auf der Suche nach einem Markt ist (45 Prozent), oder halten es für ein Konzept, das sich noch in den Anfängen befindet (44 Prozent).

Morten Illum, Vice President EMEA bei Aruba, sagte: „Nach der Pandemie ist der Bedarf an Agilität und Flexibilität im Netzwerk-Management größer denn je." Er führte fort: „Wir wissen, dass NaaS die erforderliche Flexibilität gewährleisten kann, die Unternehmen für die Erholung nach der Pandemie und darüber hinaus benötigen. NaaS-Angebote können eine ganze Reihe von Problemen lösen, angefangen bei Sicherheit und Skalierbarkeit bis hin zu Budget- und Personalengpässen. Damit Unternehmen jedoch das Potenzial von NaaS ausschöpfen können, müssen wir uns darauf konzentrieren, die Lücke zwischen dem hohen Bekanntheitsgrad der Anwendungen und den benötigten Fachkenntnissen in den Unternehmen zu schließen."

Zuerst erschienen auf lanline.de.


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