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Erweiterung für Colocation-Rechenzentrumsplattform

20. August 2020, 10:26 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Erweiterung für Colocation-Rechenzentrumsplattform
© Rajesh Rajendran Nair / 123rf

Der Geschäftsbereich Global Data Centers von NTT verstärkt seine globale Präsenz mit neuen Standorten in wichtigen Schlüsselmärkten. NTT betreibt dabei eine Plattform mit über 500.000 Quadratmeter Colocation-Fläche in 160 Rechenzentren in mehr als 20 Ländern.

Um der wachsenden Nachfrage des Marktes gerecht zu werden, will NTT sein Portfolio mit neuen Standorten ausweiten. Dabei soll eine nachhaltige Verfahrensweise befolgt werden, um die globale Rechenzentrumsplattform weiter auszubauen. Dazu gehört, dass die neuen Rechenzentren so ausgestattet werden, dass die Kunden erneuerbare Energien nutzen können, wenn sie das wünschen. Dabei sollen günstig gelegene Standorte vernetzte Ökosysteme in weltweiten Geschäfts- und Verwaltungssystemen unterstützen.

Um diese Ziele zu verwirklichen, wird der Geschäftsbereich Global Data Center von NTT neue Rechenzentrumskapazitäten in Indien, Großbritannien, Japan, den USA, Malaysia, Indonesien und auch Deutschland betreiben. Sobald diese fertiggestellt werden, sollen diese Rechenzentren eine IT-Last von über 400 MW (Megawatt) liefern.

  • Mumbai, Indien: Im dritten Quartal 2020 will NTT sein neues Mumbai 7 Data Center auf seinem Campus in Chandivali in Betrieb nehmen. Mumbai 7 wird somit das dritte Rechenzentrum auf dem Campus und erhöht mit einer IT-Last von 25 MW die gesamte Leistungskapazität auf 61 MW. Das Rechenzentrum liegt nur 15 Autominuten vom internationalen Flughafen in Mumbai entfernt.
  • London, Großbritannien: Ebenfalls im dritten Quartal 2020 ist das London 1 Data Center geplant. Bei der Eröffnung des ersten Bauabschnitts sollen zunächst 8 MW zur Verfügung stehen, doch bei voller Ausbaustufe soll die Leistung 64 MW umfassen. London 1 soll dazu mit den fünf bereits bestehenden Rechenzentren von NTT in Londons Umgebung verbunden sein. Damit soll eine Leistung von über 100 MW erbracht werden. Das Rechenzentrum befindet sich in der Nähe der Londoner Docklands, dem britischen Internet-Hub und Rückgrat für das globale Internet-Netzwerk, das die Mehrzahl der Londoner Internet-Austauschknoten (LINX) ermöglicht.
  • Tokio, Japan: Ein weiteres Rechenzentrum soll in Tokio fertiggestellt und im dritten Quartal 2020 betriebsbereit sein. Dadurch soll auch die Abdeckung in Japan gesichert werden.
  • Hillsboro, USA: NTT hat bereits erste Flächen auf seinem Rechenzentrumscampus in Hillsboro vermietet. Dabei sollen im dritten Quartal 2020 die ersten sechs MW als Teil eines bestehenden Gebäudes in Betrieb genommen werden. Der 47 Hektar große Campus soll schließlich fünf Rechenzentren mit insgesamt 144 MW beherbergen. Die Rechenzentren sind somit direkt an den Glasfaserring angeschlossen, der als Querverbindung für mehrere transpazifische Unterseekabel dient, die die Latenzzeit zwischen den USA und den asiatischen Märkten verringert.
  • Ashburn, USA: Das zweistöckige Virginia 5 Data Center wird das fünfte Rechenzentrum von NTT in Ashburn sein. Das Rechenzentrum wird 32 MW bieten, wobei acht MW im dritten Quartal 2020 fertiggestellt sein sollen. Die Gesamtkapazität der fünf NTT-Rechenzentren wird sich somit auf 108 MW belaufen.
  • Chicago, USA: Für den neuen Campus des Chicago 1 Data Center wurde bereits die Vorvermietung auf einem 19 Hektar großen Gelände abgeschlossen. Hier sollen zwei zweistöckige, mit je 36 MW Leistung entstehen. Die ersten sechs MW des ersten Gebäudes werden im ersten Quartal 2021 fertiggestellt.
  • Cyberjaya, Malaysia: Das neue Cyberjaya 5 Data Center mit 5,6 MW IT-Last soll im vierten Quartal 2020 ans Netz gehen. Das fünfte Rechenzentrum des Campus, welcher 30 Kilometer vom Zentrum Kuala Lumpurs entfernt ist, soll die Anforderungen von Hyperscalern und High-End-Unternehmen erfüllen.
  • Jakarta, Indonesien: Der neue Campus in Bekasi soll nach vollständiger Erschließung für eine kritische IT-Last von 45 MW ausgelegt werden. Indonesia Jakarta 3 Data Center soll das größte Rechenzentrum Indonesiens sein und in der ersten Jahreshälfte 2021 eröffnet werden.
  • München, Deutschland: Der Rohbau des zweiten Gebäudes auf dem Campus in München 2 ist abgeschlossen. Das neue Gebäude soll im vierten Quartal 2020 ans Netz gehen und nach Fertigstellung wird der Campus 14 MW IT-Last bereitstellen. Das München 2 Data Center beherbergt ein Technology Experience Lab und ist Teil des skalierbaren Netzwerk- und Konnektivität-Ökosystems von NTT.

Des Weiteren plant NTT für das kommende Jahr auch die Entwicklung neuer Rechenzentren in Johannesburg, dem Silicon Valley, Madrid und Phoenix sowie den Ausbau zusätzlicher Kapazitäten in Mumbai, London, Wien, Zürich, Berlin und Frankfurt.

"Wir freuen uns, dass wir unser fundiertes Fachwissen im Bauwesen und die Stärke unserer Kapitalressourcen nutzen können, um unser Angebot an Rechenzentrumseinrichtungen zu erweitern – weitere werden folgen", sagte Ryuichi Matsuo, Executive Vice President für den Geschäftsbereich Global Data Centers von NTT Ltd. "Indem wir unsere globale Präsenz während dieser Pandemie vergrößern, können wir unsere Kunden unterstützen, wenn ihre Nachfrage nach zuverlässigen, robusten Cloud-Diensten, Cloud-Kommunikation, digitaler Unterhaltung und neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz steigt."

Damit soll Rechenzentrumskunden der Zugang zu Technologielösungen aus den Bereichen Rechenzentrum, Netzwerk, Sprach- und Videoinfrastruktur und Managed Services ermöglicht werden.

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