Netzwerkautomatisierung

Erkennen, identifizieren, beheben

27. Mai 2021, 10:20 Uhr | Autor: Sebastian Hein / Redaktion: Alexandra Hose | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Automatisierung auch in der Public Cloud

Zum Beispiel können entsprechende Lösungen dann alle Instanzen und die zugehörigen Netzwerkkomponenten aus einer virtuellen Umgebung miteinbeziehen, die auf AWS oder Azure gehostet wird – zwei der wichtigsten Anbieter auf diesem Gebiet. Aber auch andere Anbieter unterstützen dies. Neu hinzugekommene Elemente werden dabei ebenso berücksichtigt. Darüber hinaus wird für die NetOps ersichtlich, wo die Grenzen der jeweiligen Umgebungen verlaufen. Kommt es zu einer Störung, lassen sich zeitnah die NetOps beim Cloud-Partner alarmieren, sofern der Fehler hier seinen Ursprung hat und sich die Behebung der eigenen Möglichkeiten entzieht. Insbesondere ist das der Fall, wenn es sich um ein physisches Problem handelt. Dann sind den Net-Ops des Unternehmens die Hände gebunden, auch wenn sie gegebenenfalls über die Rechte verfügen, die betreffende Komponente (virtuell) zu verwalten.

Zudem spielt ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle: Häufig fehlt den NetOps das Wissen über die tatsächliche Architektur aufseiten des Cloud Services. Trotzdem müssen Kontrolle möglich sein und Netzwerkautomatisierungslösungen die Möglichkeit bieten, diese Architektur zu identifizieren.
Entsprechenden Lösungen zeigen darüber hinaus auch die Ränder der unterschiedlichen Netzwerke und reduzieren im Idealfall den Aufwand, um zu erkennen, weshalb manche Anwendungen gegebenenfalls zur einem bestimmten Zeitpunkt Client-seitig eine reduzierte Performance aufweisen. Mit den richtigen Werkzeugen können Störungen, Flaschenhälse und Fehler somit schneller automatisiert gefunden, die entsprechenden Ursachen identifiziert und in der Folge behoben werden.

Sebastian Hein ist Senior Pre-Sales Engineer bei NetBrain Technologies

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Netzwerkautomatisierung in Kürze

Eine Automatisierungslösung deckt alle Netzwerke des Unternehmens sowie dessen Komponenten ab. Das heißt, sie erkennt und überwacht diese, analysiert und beseitigt etwaige Störungen automatisiert. Dies beinhaltet:

  • Das eigene Netzwerk
  • Alle Remote-Verbindungen zu den Mitarbeiter beispielsweise im Homeoffice
  • Software-defined Networks (SDN)
  • Klassische Rechenzentren
  • Software-defined Data Center (SDDC)
  • sowie Public-Cloud-Infrastrukturen

Wenn es darum geht, die Verfügbarkeit von Anwendungen in der Cloud zu gewährleisten, ist zudem die sogenannte Application Assurance von Relevanz. Diese ist nötig, damit sich die NetOps – sowie die IT-Administratoren anderer Bereiche – darüber im Klaren sind, wo sich welche Anwendungen befinden und wie sich deren Anbindung über welche Netzwerkpfade gestaltet. Eine Netzwerkautomatisierungs-Lösung muss zudem weitere Daten bereitstellen können: Dazu gehören unter anderem Basisdaten der Netzwerkknoten der jeweiligen Public Cloud und Informationen hinsichtlich des CPU- und Speicherstatus.

 


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