Schwerpunkte

Equinix-Studie

Erfolgskriterien für digitale Plattformen

20. Mai 2020, 12:37 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Erfolgskriterien für digitale Plattformen

Der Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen Equinix hat die Ergebnisse einer neuen Studie zu digitalen Plattformen veröffentlicht. Sie soll einen Einblick in den Reifegrad von Digital Platforms im deutschen Markt bieten.

Die Studie "Digital Platforms – Reifegrad und Designkriterien für erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle" wurde im Auftrag von Equinix vom IT-Analystenhaus Crisp Research, der Research-Marke von Cloudlfight, durchgeführt. Der Forschungsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die in den Aufbau digitaler Plattformen investieren, langfristig strategische Wettbewerbsvorteile schaffen können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Unternehmen auf die Vernetzung innerhalb eines digitalen Ökosystems setzen.

Durch die Studienerkenntnisse soll ein Einblick in den Reifegrad und aktuellen Status von digitalen Plattformen im deutschen Markt in allen Unternehmensgrößen ermöglicht werden. Dabei erläutert der Bericht, wie Unternehmen digitale Geschäftsmodelle gewinnbringend implementieren können und inwiefern sich Branchen wie das Finanzwesen, das Gesundheitswesen oder der Telekommunikationssektor hinsichtlich der Plattformreife unterscheiden. Alle Unternehmen haben gemein, dass sie auf eine solide IT-Infrastruktur setzen. Die wichtigsten Merkmale der digitalen Plattformen lauten: dezentral, cloud-ready, hochgradig vernetzt und automatisiert. Rechenzentrumsunternehmen können dafür dezentrale und stark vernetzte Infrastrukturen bereitstellen und so die Digitale Transformation vorantreiben. Das eröffnet IT-Kapazitäten und auch Zugang zu einem umfassend vernetzten digitalen Ökosystem.

Die Top 100 Unternehmen in Deutschland sollen laut Forschungsbericht etwa 20 Prozent ihrer Umsätze direkt aus dem digitalen Geschäft erzeugen. Dabei sind digitale Plattformen effektiv, wenn dort mehrere Akteure zusammentreffen und vernetzt sind. Dadurch erschließen sich neue Vermarktungs- und Umsatzmöglichkeiten. Dazu gaben 59 Prozent der befragten IT-Entscheider an, dass sie beabsichtigen, über ein digitales Ökosystem gemeinsam mit Partnern digitale Lösungen und neue Produkte zu entwickeln. IT-Entscheider gehen im Rahmen der Studie davon aus, dass unternehmenseigene Rechenzentren im Jahr 2020 nur noch 42 Prozent der IT-Architektur ausmachen werden, im Jahr 2019 lag der angegebene Teil noch bei 60 Prozent. Dadurch könnte der Bedarf an Services von externen Colocation-Anbietern steigen. Eine separate von Equinix in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass 64 Prozent von 2.450 befragten IT-Entscheidern weltweit die Digitalisierung ihrer IT-Infrastruktur als Priorität sehen. 59 Prozent haben die Optimierung der Netzwerkleistungen und die Reduzierung von Latenzzeiten als Priorität genannt.

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