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Statement Datacenter: APC

Energiekosten sind der entscheidende betriebswirtschaftliche Faktor

22. Februar 2011, 10:14 Uhr   |  Christian Stolte, Systems Engineer bei APC by Schneider Electric | Kommentar(e)

Energiekosten sind der entscheidende betriebswirtschaftliche  Faktor
© APC by Schneider Electric

Christian Stolte, Systems Engineer bei APC by Schneider Electric

Im Zuge der Virtualisierung hat sich die Auslastung der Server- und Storage-Systeme erheblich erhöht. Trotz steigender Lasten gelang es durch eine Reihe von Maßnahmen, den Stromverbrauch effektiv zu senken. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die Klimatisierung.

Eine energieeffiziente Methode ist die Nutzung einer Warmgang-Lösung, bei der die Kühlung als Rackreihen-Kühlsystem in einer Reihe mit den Racks ausgeführt oder über dem Warmgang angeordnet wird – wie bei „APC InRow“. Mit der innovativen Montage des Kühlsystems über dem Warmgang – wie bei „APC InRow OA“ (Over Aisle) – wird zudem kein Platz mehr innerhalb der Rack-Reihen benötigt.

Die Freikühlung oder Rückkühlung beispielsweise mit Geothermie kommt vorwiegend im kleineren bis mittleren Bereich zum Einsatz. In größeren Rechenzentren herrscht hingegen meist die Ad- oder Absorptionskälte sowie die Warm- oder Kaltgangeinhausung vor, kombiniert mit Reihenkühlung. Aber auch Stromverteilungs- und USV-Systeme mit hoher Effizienz auch im Teillastbereich sowie ein umfassendes Energiemanagement-System wie „ISX Central“ sind wesentliche Maßnahmen, die schnell zum Erfolg führen.

In vielen Rechenzentren sind mittlerweile die Energiekosten der entscheidende betriebswirtschaftliche Faktor. Eine ganze Reihe von Vorgaben und Initiativen wie das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und die Energieeffizienz-Regelungen adressieren dieses wichtige Thema.

Auch die Verkabelung wurde den neuen Bedingungen im Rechenzentrum angepasst: Von der individuellen Stromverkabelung ging die Entwicklung über die zentrale Unterverteilung hin zur modularen, in Rack-Reihen integrierbaren Verteilung. In redundanten Rechenzentren werden die Verbindungen von Haupt- und Backup-Rechenzentren überwiegend mit einer Glasfaser-Verkabelung mit Übertragungsraten von 40 oder 100-GBit/s in Leerrohren verlegt. Die frühere Cat-5/6-Verkabelung ist heute meist nur noch in kleinen und mittleren Unternehmen zu finden. Um Kabel-Wirrwarr, aber auch elektromagnetische Störungen oder Brandherde zu vermeiden, bevorzugen die meisten Unternehmen heute eine Trennung von Strom- und Datenkabeln und den Einsatz von Stromschienenverteilern, wie „Canalis“ von Schneider Electric.

Auf Grund steigender Rack-Leistungsdichten und dem Trend zu geringerer Verkabelung im Rack setzt das Enterprise-Segment derzeit auf ToR-Switches (Top of Rack). Hier werden Racks mit Blade-Servern und virtuellen Servern mit Ports in einem Endreihenschrank für die Rack-Reihe vorverkabelt und über entsprechende Software der Hardware zugeordnet. Somit lassen sich die teureren Core-Switches einsparen und die Bandbreite kann schneller und leichter skaliert werden.

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