IT-Infrastruktur

Energieeffiziente USV

9. September 2019, 10:41 Uhr | Autor: Natalie Lauer | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Individuelle Gesamtlösungen sind gefragt

Maßgeblich für eine energieeffiziente Installation ist eine korrekte Dimensionierung des Systems, die möglichst nahe an der benötigten Last angesiedelt ist. Sofern die Umgebungsbedingungen beziehungsweise die Größe der abzusichernden Last unterschiedliche USV-Technologien erlauben, kann die Auswahl der richtigen Technologie, wie beispielsweise eine interaktive USV anstelle einer Dauerwandleranlage,  grundsätzlich bereits zur Maximierung der Energieeffizienz beitragen.
Eine Universallösung, die allen Umgebungen Rechnung trägt, existiert nicht. Vielmehr gilt es, die jeweiligen USV-Systeme stets mit den individuellen Gegebenheiten und baulichen Eigenheiten sowie den speziellen Verfügbarkeits- und Energieeffizienzanforderungen abzustimmen. Von Bedeutung ist darüber hinaus eine möglichst zentrale Verwaltung der USV-Systeme. „Treten Veränderungen ein, kann dann schnell reagiert werden. Das ist essentiell,“ weiß Thodam.

In der Regel werden in Rechenzentren mehrere Anlagen zu einem USV-Verbund zusammengefasst oder es kommen direkt Modul-basierende Systeme zum Einsatz. In beiden Fällen lassen sich nicht benötigte Kapazitäten abschalten beziehungsweise in einen energiesparenden Ruhemodus versetzen. Dies führt zu einer Verringerung des  Eigenstromverbrauchs. Grundvoraussetzung hierfür ist eine smarte USV-Steuerung. In diesem Zusammenhang bemerkt Thodam: „Bereits durch eine automatische Anpassung der Lüfterdrehzahl ist ein höherer Energieeffizienzwert des Gesamtsystems möglich.“

Bei Blockanlagen lassen sich lediglich komplette Blöcke ein- beziehungsweise ausschalten. Modulare USV-Systeme passen die Kapazitäten automatisch an die benötigte Last an und punkten durch eine höhere Flexibilität. Aus diesem Grund lassen sich schlechte Wirkungsgrade damit am besten vermeiden. Einzelne Leistungsmodule können hier je nach Bedarf zu- oder abgeschaltet werden. Die Anpassung der Lüftergeschwindigkeit erfolgt dabei ebenfalls automatisch. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von modularen Systemen besteht in der Möglichkeit des beschleunigten Wiederherstellens des Systems im Falle einer technischen Störung.  

Trafolose Anlagen sind nicht nur kompakter, leichter und leiser als traditionelle Anlagen mit Transformatoren. Sie zeichnen sich auch über den gesamten Lastbereich hinweg durch einen besseren Wirkungsgrad aus. Ursprünglich konnten solche Technologien lediglich in Anlagen mit einem niedrigen Leistungsbereich eingesetzt werden. Inzwischen hat sich das geändert. „USV-Anlagen der neuesten Generation haben bereits bei geringen Lasten einen hohen Wirkungsgrad, was die Energieeffizienz der Systeme deutlich steigert. Außerdem sollte die Distanz zwischen Batterien und USV möglichst gering sein. Eine smarte Lüftersteuerung sowie eine intelligente Software-Steuerung der Gesamtanlage bieten viele Möglichkeiten der Optimierung,“ kommentiert Thodam.  
 
Unterstützende Maßnahmen
Zusätzlich kann die Energiebilanz durch das Nutzen der Abwärme für die Temperierung der Büroräume verbessert werden. Das Einbinden vor Ort erzeugter regenerativer Energien, wie zum Beispiel Wind- oder Sonnenenergie, spart zwar keinen Strom, aber fossile Ressourcen werden geschont. Darüber hinaus lassen sich damit in den meisten Fällen die Energiekosten erheblich reduzieren.

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