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Einsparpotenzial im IT-Betrieb

14. November 2019, 14:22 Uhr   |  Sabine Narloch

Einsparpotenzial im IT-Betrieb
© alphaspirit-123rf.

Den Großteil eines IT-Budgets verschlingt oftmals der laufende IT-Betrieb. Der IT-Dienstleisters Avision hat eine Checkliste erstellt, die Unternehmen helfen soll, ihren IT-Betrieb systematisch auf Einsparpotenziale abkzulopfen.

Die Checkliste von Avision zeigt fünf Ansatzpunkte auf, an denen sich für Einsparungen ansetzen lässt. „Mit teilweise recht einfachen Maßnahmen lassen sich die Kosten für den Betrieb aber deutlich senken. Dabei ist es wie immer beim Sparen: Es gilt zu überprüfen, was man hat und was davon man auch wirklich braucht“, so Nadine Riederer, CEO bei Avision.

  1. Infrastruktur
    Hat ein Unternehmen eine Infrastruktur mit dedizierten physischen Servern, stehen ihm laut Avision insgesamt drei Möglichkeiten für potentielle Einsparungen offen: erstens die Migration auf moderne dedizierte Systeme, die weniger Strom verbrauchen und dabei mehr Leistung bringen; zweitens der Umstieg auf virtuelle Systeme, die Wildwuchs beseitigen und die Ressourcen der Hardware effizienter nutzen; und drittens die Migration auf eine Cloud-Infrastruktur. Die dritte Variante sei allerdings nur dann sinnvoll, wenn wirklich alle Cloud-spezifischen Stärken wie etwa Skalierbarkeit genutzt werden. Ansonsten komme ein eigenes Rechenzentrum in den meisten Fällen günstiger.
     
  2. Lizenzen
    Ihre Ausgaben für Softwarelizenzen könnten Unternehmen reduzieren, indem sie auf günstigere Versionen downgraden, die dennoch ihren Zweck erfüllen, und überflüssige Lizenzen abkündigen. Ein großes Einsparpotenzial verspreche der Umstieg auf kostengünstigere, weil lizenzfreie Open-Source-Programme, -Betriebssysteme und -Datenbanken. Wird ein Projekt aufgesetzt, um eine Anwendung lizenzfrei zu nutzen, werden dadurch zwar einmalig höhere Ausgaben fällig. Da in den Folgejahren aber keine Lizenzkosten mehr anfallen, können unter dem Strich bis zu siebenstellige Beträge eingespart werden, so die Argumentation von Avision.
     
  3. Anwendungen
    Bares Geld seit außerdem oft die Konsolidierung der Anwendungslandschaft wert. Deshalb sollten Unternehmen analysieren, ob sie verschiedene Applikationen im Einsatz haben, die ähnlichen Zwecken dienen und ihre Anwendungen gegebenenfalls bündeln. Vor allem bei Konzernstrukturen gelte es, näher hinzuschauen. So hätten Tochterunternehmen häufig verschiedene Systeme für dieselben Aufgaben im Einsatz. Werden die Systeme vereinheitlicht und damit standardisiert, können die Kosten für die Prozesse und den Betrieb sinken.
     
  4. Legacy-Software
    Verstärkte Aufmerksamkeit sollten laut Avision auch Altanwendungen zukommen. In vielen Unternehmen seien Applikationen im Einsatz, die bereits 10 oder 15 Jahre alt sind. Je älter solche Anwendungen werden, desto aufwändiger und teurer werde ihre Anpassung und desto schwieriger auch ihre Wartung. Unternehmen sollten deshalb laufend überprüfen, ob solche Systeme abgelöst werden müssen oder sich modernisieren lassen. Eine Möglichkeit dafür biete das Refactoring, bei dem die Struktur des Quellcodes vereinfacht wird. Dadurch lasse sich eine Anwendung unkomplizierter und damit kostengünstiger um neue Funktionen erweitern.
     
  5. Dienstleister.
    Weitere Einsparungen versprechen laut Avision der Wechsel oder die Konsolidierung von Dienstleistern. Werden die Dienstleister auf einige wenige reduziert, ließen sich Synergieeffekte nutzen und der Abstimmungsbedarf könne sinken. Dabei dürfen allerdings keine Monopole geschaffen werden, sonst kann es am Ende sogar teurer werden. Beim Wechsel von Dienstleistern müssten die Transitionskosten und anfängliche Qualitätsverschlechterungen einkalkuliert werden. Beim Near- und Offshoring bestehe aufgrund von Kommunikationsproblemen das Risiko, dass die Kostenvorteile durch sinkende Qualität wieder aufgefressen werden.

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