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Edge-Einrichtungen verzeichnen wachsenden Trend

26. Juni 2019, 11:47 Uhr   |  Natalie Lauer

Edge-Einrichtungen verzeichnen wachsenden Trend
© fotolia / Evgen3d

Laut aktuellen Prognosen kommt es bis 2025 zu einem rasanten Edge-Wachstum und zu einem verschärften Fachkräftmangel.

Einen Hinweis darauf, wie das Rechenzentrum der Zukunft aussehen könnte, gibt die von Vertiv durchgeführte Umfrage „Data Center 2015: Exploring the Possibilities“. Die daraus resultierende Prognose ist die Summe der Visionen von über 800 Branchenexperten. Nun hat Vertiv mit „Data Center 2025: Closer to the Edge“ ein Halbzeit-Update veröffentlicht. Es präsentiert essenzielle Veränderungen in der Branche, die nicht aus den in den Prognosen von 2014 hervorgehen.

Die Migration zum Edge hat einen Wandel in der Denkweise von Branchenführern bezüglich Rechenzentren bewirkt. Sie haben es mit einem ausladenden RZ-Ökosystem zu tun, das sich aus einer Reihe von unterschiedlichen Einrichtungen zusammensetzt. Dabei verlassen sie sich mehr und mehr auf den Rand des Netzwerks (Edge). Von den Teilnehmern, die heute bereits Edge-Sites betreiben oder bis 2025 Edge-Sites nutzen wollen, geht mehr als die Hälfte (53 Prozent) davon aus, dass die Anzahl der von ihnen unterstützten Edge-Sites um mindestens 100 Prozent wächst, wobei 20 Prozent mit einem Anstieg von 400 Prozent oder mehr rechnen. Insgesamt prognostizieren die Teilnehmer der Umfrage bis 2025 eine Zunahme der Edge-Computing-Standorte um 226 Prozent.

Die vorangegangene Studie berücksichtigt Edge zwar als wachsenden Trend, dieser wird allerdings nur vier Mal im 19-seitigen Bericht erwähnt. Der Fokus lag damals vor allem auf hybriden Architekturen, die Unternehmens-, Cloud- und Colocation-Ressourcen nutzten. Selbst in einer Branche, die sich rasant entwickelt und kontinuierlich verändert, ist das Wachstum von Edge und die damit verbundenen drastischen Auswirkungen auf die Rechenzentrums-Landschaft erstaunlich.

„In einem Zeitraum von nur fünf Jahren haben wir die Entstehung eines völlig neuen Segments des RZ-Ökosystems erlebt, das durch die Notwendigkeit angetrieben wird, die Computer näher am Benutzer zu platzieren", sagte Rob Johnson, CEO von Vertiv. „Dieses neue, verteilte Netzwerk ist auf ein erfolgskritisches Edge angewiesen und verändert die Art und Weise, wie wir bislang über das Rechenzentrum gedacht haben, grundlegend."

„Vorhersagen über technologische Veränderungen in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren sind eine Herausforderung. Aber die vorliegende Studie bildet exakt die Vision eines sich ständig verändernden und unglaublich dynamischen Marktes ab, der sich vor unseren Augen entwickelt", bemerkte Giordano Albertazzi, Präsident von Vertiv in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. „Insbesondere stimmen die Schätzungen für den zukünftigen Anstieg im Edge Computing mit dem prognostizierten Wachstum von KI, IoT und anderen latenz- und bandbreitenabhängigen Anwendungen überein. Die Herausforderung – insbesondere angesichts des Personalmangels im Rechenzentrum – besteht darin, die gesamte neue Infrastruktur effektiv und effizient zu verwalten. Fernmanagement und Ansätze wie z. B. Light-Out-Rechenzentren werden eine immer wichtigere Rolle spielen."

Mehr als 800 Rechenzentrumsexperten beteiligten sich an der Umfrage, die außerdem nachfolgende Ergebnisse hervorgebracht hat:

  • Im Jahr 2014 betrachteten die Befragten die Aussichten für Solar- und Windenergie im Rechenzentrum noch optimistischer. Damals lautete die Prognose, dass bis 2025 etwa 34 Prozent der Rechenzentrumsleistung aus diesen Energiequellen geschöpft würde. Inzwischen wird hierfür von lediglich 21 Prozent ausgegangen. In Anbetracht des ambitionierten Zeitplans ist diese Zahl immer noch optimistisch.  
  • Bis 2025 werden weltweit 16 Prozent der Teilnehmer in den Ruhestand gehen, wodurch der gegenwärtige Fachkräftemangel zusätzlich verschärft wird. In den USA begeben sich 33 Prozent in den Ruhestand. werden, was den ohnehin schon problematischen Fachkräftemangel noch verschärft. Insbesondere die USA werden dann zu kämpfen haben, da dort 33 Prozent in Rente gehen werden.

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