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IT-Strategie

Die Zukunft von Open Source

16. Februar 2021, 11:00 Uhr   |  Autor: Thomas Di Giacomo / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Resilienz und Agilität von Unternehmen

IT-Entscheider können auch 2021 mit einem gewissen Maß an Unsicherheit rechnen. Die Fähigkeit sich schnell umzuorientieren wird für Unternehmen entscheidend sein, da sie sich an die anhaltenden Veränderungen und wirtschaftlichen Schwankungen anpassen müssen. Weitere Investitionen in die IT sind wahrscheinlich, insbesondere in Bereichen, die während der COVID-19-Pandemie ein Wachstum verzeichneten. Deshalb muss es Unternehmen möglich sein, in allen Bereichen Innovationen vorantreiben und einführen zu können, unabhängig von lokaler Präsenz.

Doch wenn die Entscheider neue Technologien evaluieren, kann sich die Suche nach der einen richtigen Lösung schnell als Herkulesaufgabe herausstellen. Für viele traditionelle Unternehmen kann beispielsweise der hybride Ansatz oft der Schlüssel zur digitalen Transformation sein. Dabei lassen sich neue Cloud-basierte Lösungen in bereits bestehende Systeme integrieren und eine Modernisierung in einem angemessenen Tempo ist möglich. Open Source und damit die Freiheit, individuelle Systeme ohne Herstellerbindung zu entwickeln, ermöglicht dies.

Die Grundpfeiler dafür sind Cloud-native Anwendungsmodelle unter Verwendung von Kubernetes und Containern sowie eine für Distributed-Cloud-Szenarien modernisierte Infrastruktur. Zahlreiche Anbieter aus der Branche werden die Einführung derartiger Technologien stark vereinfachen und deren Skalierbarkeit erhöhen, um die Nutzung zu beschleunigen und auszuweiten.

Dies ist eine wichtige Voraussetzung, unabhängig davon, wie robust die eigene Geschäftsstrategie ist. Für Unternehmen, die die Bereitstellung ihrer Anwendungen mit containerisierten und Cloud-nativen Workloads beschleunigen möchten, spielt Kubernetes eine wesentliche Rolle. Da immer mehr IT-Entscheider einen Platz am Vorstandstisch ihrer Unternehmen erhalten, ist zu erwarten, dass der Einsatz von unternehmensweit nutzbaren Kubernetes-Plattformen weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Die Zukunft von Open Source

Open Source wird auch 2021 weiter wachsen und auch die Gemeinschaft der Wegbereiter und Pioniere in diesem Bereich wird immer größer werden. Denn Unternehmen werden die Freiheit nutzen, sich ohne die Beschränkungen eines einzelnen Anbieters oder einer spezifischen Lösung zu modernisieren.

Zudem werden sich immer mehr Unternehmen und Menschen 2021 einem oder gar mehreren Open-Source-Projekten anschließen. Dies wird sich nicht nur auf IT- und Tech-Unternehmen beschränken, sondern auch in anderen Branchen zu erkennen sein. Innovation wird weiterhin von Open Source ausgehen und sich von dort aus erweitern, optimieren und verändern.

Während Unternehmen ihre Budgets aufgrund der Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie eher auf kurzfristige Ziele umschichten, wurden in den vergangenen Monaten verstärkt Investitionen in innovativen Bereichen, von Cloud und Cloud-native bis hin zu Künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen und Edge getätigt. Dieser Investitions-Shift wird sich 2021 fortsetzen.

Thomas Di Giacomo ist Chief Technology & Product Officer bei Suse

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