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Datenexplosion

Datenverarbeitung am Netzwerkrand

09. April 2020, 12:37 Uhr   |  Autor: Felix Blank / Redaktion: Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Datenverarbeitung am Netzwerkrand
© Wrightstudio | 123rf

Die Masse an Daten, die mittlerweile ständig verarbeitet werden muss, steigt kontinuierlich. Immer mehr Systeme wie das autonome Fahren sind abhängig von einer Datenverarbeitung, die eine möglichst geringe Latenz aufweist. Hier kommt Edge Computing ins Spiel.

Cloud, Edge Computing, SD-WAN – die Geschwindigkeit, mit der sich die IT verändert, nimmt rasant zu. Schaffte der legendäre Z3 Computer von Konrad Zuse 1941 eine Rechenleistung von knapp 2 Gleitkommaoperationen pro Sekunde, sogenannte Flops, so kommt der Supercomputer "Summit", den IBM seit 2018 in Betrieb hat, mittlerweile auf eine Leistung von bis zu 122 Peta-Flops. Damit eröffnen sich in der Welt des Computings völlig neue Möglichkeiten. Unternehmensnetzwerke und ihre Absicherung müssen mit diesen Entwicklungen standhalten, wenn sie die Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausschöpfen wollen.

Eine kurze Geschichte des Computings
Ein Blick in die Vergangenheit lohnt, um den heutigen Wandel zu verstehen. Die Verarbeitung von Daten beschäftigt uns Menschen von je her. Spätestens mit der Erfindung des Rechenschiebers haben Menschen ein Gerät verwendet, mit dem sich Daten leichter verarbeiten ließen.

Für die Verarbeitung großer Datenmengen und das Verständnis des modernen Computings, markieren erste Mainframes aus den 50er Jahren einen wichtigen Meilenstein. Mit ihnen wurde die elektronische Datenverarbeitung massentauglich. Sie geben auch den Startschuss für das, was als "Wellen" des Computings beschrieben werden kann: Von der zentralen Datenverarbeitung in Mainframes bewegte sich die digitale Welt zu verteilten Clients und Servern, nur um dann den Schritt in eine gebündelte Cloud zu wagen. In den letzten Jahren erkennen wir, dank IoT und Edge Computing, erneut eine starke Tendenz zur Dezentralisierung.

Ein neues Zeitalter bricht an
Gleichzeitig explodieren durch die voranschreitende Digitalisierung die Datenmengen in den IT-Systemen. Ob personalisierte Werbung oder Prozessoptimierungen – eine umfangreiche Datenbasis und die Fähigkeit, diese auch gut zu nutzen, sind die wichtigsten Grundlagen für geschäftlichen Erfolg in der digitalen Welt. Daten entstehen mittlerweile überall, auf den Smartphones, bei vernetzten und intelligenten Industriemaschinen oder beim sensorgestützten Autofahren. Ihre schnelle, latenzfreie Verarbeitung wird dabei zur zentralen Herausforderung.

Das wird gerade im Fall des autonomen Fahrens sehr deutlich, lässt sich aber in viele geschäftsrelevante Bereiche übertragen. Eine Vielzahl von Sensordaten müssen bei selbstfahrenden Fahrzeugen binnen Sekundenbruchteilen verarbeitet werden, da sonst eine zu langsame Reaktion entstehen kann. Ein zu langer Weg für die Verarbeitung von Daten würde die Technologie selbstfahrender Fahrzeuge zum Scheitern verurteilen.

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2. Den Rand der Cloud nutzen

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