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Co-Location oder Capex versus Opex

02. August 2017, 13:30 Uhr   |  Autor: Albrecht Kraas / Redaktion: Markus Kien

Co-Location oder Capex versus Opex
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Speziell mittelständische Unternehmen können von den Vorzügen externer Rechenzentrumsbetreiber profitieren, um Sicherheit und Kosten für ihre IT in den Griff zu bekommen. Warum sich mit Co-Location so beispielsweise die Digitalisierung schnell und konzentriert voranbringen lässt, hat mehrere Gründe.

Unternehmen, allen voran der Mittelstand, stehen vor gewaltigen Aufgaben. Eine leistungsfähige IT soll in Verbindung mit industrieller Digitalisierung die Basis für die künftige Wettbewerbsfähigkeit schaffen. Zusätzlich entwickelt sich beim Gesetzgeber, aber auch in Unternehmen, eine ausgeprägte Sicherheitskultur, die mit einem schnellen Handeln der IT in Einklang gebracht werden muss. Ebenso wichtig sind Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen einer professionellen IT.

Gerade im Mittelstand stellt sich oft die Frage, ob diese Anforderungen besser im internen Rechenzentrum (RZ) oder mit einem externen Rechenzentrum zu schaffen sind. Eine allgemeingültige Handlungsanweisung gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind Innovationsbereitschaft, Tradition, Sicherheitsbewusstsein und auch budgetäre Verhältnisse in den Unternehmen. Für alle gleichermaßen wichtig allerdings ist, dass die Ziele eines Unternehmens mit Hilfe individueller IT-Strategien optimal erreicht werden. In vielen Fällen und unter Einbeziehung wirtschaftlicher, technischer und unternehmensstrategischer Betrachtungen sprechen die Argumente für einen Co-Location-Rechenzentrumsbetrieb.

Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit
Unternehmen müssen ihre Budgets heute sehr genau kalkulieren und sinnvoll einteilen. Für Betreiber hauseigener Rechenzentren ist dies auf den ersten Blick eine sauber zu berechnende Mischkalkulation aus Capex (Investitionsausgaben) und Opex (Betriebsausgaben). Die Auslagerung der IT in ein externes Rechenzentrum verändert diese gewohnte Kalkulation und es werden neue Berechnungen des Capex und Opex angestellt. Ziel ist es, die IT zu optimieren, Investitionen zu senken und auch die bilanziellen Auswirkungen günstig zu gestalten.

Eine gute IT-Strategie und Planung vorausgesetzt, kann die Auslagerung der IT zu einem Co-Location-Rechenzentrumsbetreiber in jeder Hinsicht positive Auswirkungen haben. Die Argumente sind vielschichtig: Bei einer Co-Location-Strategie bleibt zwar das IT-Equipment (Capex) aus Server, Storage und einigen Netzwerkkomponenten im Investitionsbereich des Unternehmens, das Capex bei Investitionen, die beispielsweise an der Gebäude- und Betriebsstruktur eines Rechenzentrums gebunden sind, sinkt erheblich.

Modernisierungen, etwa von Sicherheitseinrichtungen, Notstromversorgung oder auch am Gebäude selbst, werden an den Rechenzentrumsbetreiber verlagert. Dabei ist insbesondere die langfristige Planung eines hauseigenen Rechenzentrums zu betrachten. Kaum ein Unternehmen ist in der Lage, seine Facilitys und die benötigte Infrastruktur für das Rechenzentrum auf Jahre hinaus sicher vorherzusagen. Ein Right-Sizing ist kaum möglich, da sich Anforderungen des Unternehmens und der IT kontinuierlich ändern.

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1. Co-Location oder Capex versus Opex
2. Kalkulierte Risiken und Abschreibung
3. Gunter Papenberg: Beratung ung Service als Benchmark

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