Continuous Data Protection

CDP – Die Zurück-Taste bei unerwarteten Ereignissen

19. November 2019, 15:24 Uhr | Autor: Stephan Ring / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Für den Notfall gerüstet sein

Im Optimalfall sollte es nie zu einer Katastrophensituation kommen, die eine Systemwiederherstellung nötig macht. Falls es tatsächlich mal soweit ist, sollten Verantwortliche einen Disaster- und Notfallplan zur Hand haben: Synchrone Spiegelung und Auto-Failover stellen über eine SDS-Plattform zunächst Hochverfügbarkeit her. Durch einen dritten Server, der auch weiter entfernt sein kann, können Notfallpläne über asynchrone Spiegelung (Replikation) kosteneffizient umgesetzt werden. Zugleich legen die Unternehmen individuell fest, welche Daten in welchem Umfang und wie häufig per Backup gesichert werden sollen – denn damit steigt oder fällt der Ressourcenaufwand.

Ein erster Schritt – Snapshots
Bei der Umsetzung eines solchen Notfallplans kommen oft Snapshots zum Einsatz: System- und plattformübergreifende Snapshots erfassen die zu einem bestimmten Zeitpunkt korrekten Daten, die anschließend für verschiedene Zwecke verwendet werden können. Damit kann eine Wiederherstellung nach einem Zwischenfall auf wenige Minuten reduziert werden, ohne, dass Verantwortliche lange Backup-Fenster einplanen müssen – sie orientiert sich an der Häufigkeit der ausgeführten Snapshots und kann als eine Momentaufnahme gedacht werden. Snapshots stellen einen guten Ausgangspunkt für Wiederherstellungen dar, um die Änderungen und Löschungen von Dateien rückgängig zu machen. Snapshots sind generell nicht als Kopie zu verstehen, sondern als eine Ergänzung des klassischen Backups, die die Wiederherstellungszeit verringert. Snapshots speichern die Metadaten, um die Änderungen an den Daten zu vermerken. Wie der Name schon sagt, sind Snapshots allerdings nur eine momentane „Aufnahme“, die anhand eines Zeitplans erstellt wird. Änderungen zwischen diesen Momentaufnahmen gehen möglicherweise verloren.

Ein wichtiges Hilfsmittel – Continuous Data Protection (CDP)
CDP ist in diesen Fällen die Lösung im Wiederherstellungsarsenal. Das intelligente Werkzeug ermöglicht es Unternehmen, Daten zu jedem beliebigen Zeitpunkt wiederherzustellen, also die Lücke zwischen Snapshots und Backups zu schließen. Anders als Backups, die selten öfter als einmal am Tag durchgeführt werden, oder Snapshots, die es immerhin auf einen stündlichen Rhythmus bringen können, überwacht das automatisierte Verfahren kontinuierlich jeden Schreibvorgang, um eine bestmögliche Datensicherung und -Wiederherstellung zu bieten. Vor allem in Zeiten, in denen Unternehmen immer häufiger damit beschäftigt sind, Datenänderungen rückgängig zu machen, werden solche Funktionalitäten immer wichtiger. Denn oft erfolgen Änderungen fälschlicherweise durch Mitarbeiter/-innen oder aktuell vermehrt durch Viren oder andere Schadprogramme.
Auf diese Weise können Verantwortliche Systemzustände und Daten aus einem Zeitraum von bis zu zwei Wochen sekundengenau wiederherstellen. Bei manchen SDS-Lösungen ist CDP bereits als Funktion integriert und bietet sowohl genauere Wiederherstellungspunkte, als auch kürzere Wiederherstellungszeiten und funktioniert gänzlich unabhängig von Backup Fenstern.

Somit lässt sich feststellen: Backups sind unerlässlich und als alleinige Lösung zugleich nicht ausreichend. Doch der Markt hat sich hier weiterentwickelt: Mit Snapshots stehen kurzfristigere und mit CDP nun auch kontinuierliche Sicherungen der Datenänderungen bereit und mit der letztgenannten Funktionalität lassen sich sogar sekundengenaue Wiederherstellungsmöglichkeiten bewerkstelligen.

Stephan Ring ist EMEA Channel Marketing Manager bei DataCore Software

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