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Continuous Data Protection

CDP – Die Zurück-Taste bei unerwarteten Ereignissen

19. November 2019, 15:24 Uhr   |  Autor: Stephan Ring / Redaktion: Sabine Narloch

CDP – Die Zurück-Taste bei unerwarteten Ereignissen
© rawpixel / 123rf

Software-Defined Storage (SDS) liefert mit Continuous Data Protection (CDP) Möglichkeiten, die traditionellen Backups für aktuellen Anforderungen zu erweitern, wie Stephan Ring von Datacore Software beschreibt.

Daten werden als Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet, und wer sich in modernen Unternehmen umschaut, kann dieser Aussage kaum widersprechen. Diese Wertsteigerung beeinflusst entsprechend die Anforderungen von Unternehmen: Schon lange reichen reine Backup-Lösungen nicht mehr aus – sie adressieren schlichtweg nicht die aktuellen IT-Herausforderungen: Die wertvollen Daten müssen immer und überall verfügbar sein und im Katastrophenfall sekundengenau wiederhergestellt werden können. Viren, Ransomware und Malware, aber auch menschliche Fehler können Unternehmen in unangenehme Situationen stürzen. Viel zu groß ist daher der Druck auf IT-Verantwortliche. Software-Defined Storage (SDS) liefert mit Continuous Data Protection (CDP) Möglichkeiten, die traditionellen Backups für aktuellen Anforderungen zu erweitern.

Die Arbeitswelt im Wandel
Lässt sich unsere heutige Arbeitswelt noch mit der vor 20 Jahren vergleichen? Mittlerweile arbeiten Mitarbeiter*innen völlig zeit- und ortsunabhängig, sind produktiver und flexibler denn je. Während vor einigen Jahren alle Mitarbeiter*innen morgens ins Büro gehen mussten, um arbeiten zu können, reichen heute wenige Klicks aus, um sich einen Datenzugriff von jedem Ort der Welt aus zu verschaffen. Im Grunde muss niemand mehr physisch anwesend sein: Völlig ausreichend ist ein Laptop und ein Internetzugang. Dieses flexible Arbeiten und die steigende Relevanz der Daten stellen Unternehmen vor große Herausforderungen: Der Datenzugriff muss jederzeit und von überall aus möglich sein, zudem sollten die Daten bestmöglich geschützt und in einem Katastrophenfall wiederherstellbar sein – im Idealfall ohne jeglichen Datenverlust.

Hochverfügbar müssen sie sein!
Das flexible Arbeiten macht die Hochverfügbarkeit von Daten, Anwendungen und Services unabdingbar. Es gehört mittlerweile zum guten Ton, dass jederzeit Zugriff auf geschäftsrelevante Daten und Informationen besteht. Zudem müssen viele Unternehmensanwendungen ohnehin rund um die Uhr und unterbrechungsfrei laufen – Ausfallzeiten und Verlustrisiko sind daher geschäftsschädigend. Jede Minute, in der kein Datenzugriff erfolgen kann, verursacht enorme Kosten. Um Hochverfügbarkeit der Daten zu gewährleisten, können Unternehmen zum Beispiel auf den SDS-Ansatz zurückgreifen und von unterschiedlichsten Architekturkonzepten, wie Hyperconverged- sowie Converged-Storage oder gar einer traditionellen Architektur, profitieren.

Backup allein schützt nicht mehr ausreichend vor Datenverlust
Backup allein schützt nicht vor Datenverlust, dass zeigen viele aktuelle Studien. Ein Backup dient gewiss als eine grundlegende Absicherung, doch bietet es nicht die Lösung für alle Herausforderungen oder schafft sogar neue. So kann sich das Backup während der Arbeitszeit erheblich auf die Performance auswirken und Mitarbeiter oder Prozesse ausbremsen. Außerdem geht es zum Beispiel bei inkrementellen Backups darum große Datenmengen mehrmals täglich zu sichern und solche Szenarien sind nur schwer umsetzbar. Kommt es dann jedoch zum Katastrophenfall und müssen Daten wiederhergestellt werden, ist der Abstand zur letzten Datenaktualisierung besonders groß und möglicherweise geht ein kompletter Arbeitstag verloren. Was aber kann Datenverlust und langen Ausfallzeiten entgegenwirken?

Backup sinnvoll erweitern
Integrierte Technologien, wie Snapshots und Continuous Data Protection (CDP), können Abhilfe schaffen – Unternehmen tun also gut daran, ihr traditionelles Backup durch verschiedene Funktionen zu erweitern. Software-Defined Storage zum Beispiel liefert solche verschiedenen Funktionalitäten, die das klassische Backup erweitern und bietet Unternehmen zusätzliche Schutzmaßnahmen.

SDS als Ergänzung
Im Hinblick auf zukünftige technische Erweiterungen und Neuerungen im Rechenzentrum des jeweiligen Unternehmens, spielen vor allem Hochverfügbarkeit, Performance, eine unterbrechungsfreie Datenmigration und Herstellerunabhängigkeit eine große Rolle. Nur wenige SDS-Lösungen bieten einen transparentes Failover zwischen heterogener Hardware, integrieren extrem einfach und auf unterschiedlichste Art und Weise Flash-Speicher, stellen Auto-Tiering Funktionalität in Echtzeit zwischen Speicherklassen und Migrationen im laufenden Betrieb zur Verfügung und unterstützen ihre Nutzer im Backup-Umfeld mit zwei wichtigen Funktionen: Snapshots und Continuous Data Protection (CDP).

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2. Für den Notfall gerüstet sein

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