Schwerpunkte

Sicher im Homeoffice

Automatisiertes Identity- und Accessmanagement

07. September 2020, 10:14 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Automatisiertes Identity- und Accessmanagement
© Alphaspirit / 123rf

Angestoßen durch die globale Covid-19-Pandemie ist die Zahl der Heimarbeiter stark gestiegen. Trotz der Rückkehr in die Büros, wünschen sich immer mehr Mitarbeiter Homeoffice-Optionen. Um weiteren Netzwerkschutz zu gewährleisten, bieten sich automatisierte Identity- und Accessmanagement-Lösungen an.

Zunächst war der Umzug ins Homeoffice ein alternativloser Schritt zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter. Es hatte jedoch die Folge, dass sich viele Angestellte an die Remote Work gewohnt hatten. Deshalb wird der Wunsch nach langlebigen Homeoffice-Optionen immer deutlicher. Sei es wegen der Bequemlichkeit, der Optimierung der Work-Life-Balance oder wegen der Angst, sich mit dem immer noch aktiven Virus zu infizieren – Unternehmen müssen die Heimarbeit ihrer Mitarbeiter weiterhin absichern.

Hierbei müssen Unternehmen beachten, dass jedes Gerät, das die Mitarbeiter nutzen, Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk hat und somit eine Gefahr für Geschäftsdaten darstellt. Eine Möglichkeit, Sicherheitsrisiken zu verringern, ist der Einsatz von automatisierten Identity- und Accessmanagement-Lösungen (IAM).

Durch dezentrale Arbeitsplätze entstehen Eintrittsstellen durch Endgeräte, welche von IT-Abteilungen abgesichert werden müssen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Mittels IAM-Lösungen und "Zero Trust Policies" sollen hier Compliance-Verstöße umgangen werden. Dadurch kann niemand auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen, bevor diejenigen nicht die eigene Identität und die Geräteidentität einer Überprüfung unterzogen haben. Dabei werden Technologien wie eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) eingesetzt.

Nutzerberechtigungen für Fernzugriffe sind essenziell für die Arbeit aus dem Homeoffice. Die richtigen Zugriffsberechtigungen sind notwendig und effizient arbeiten zu können, doch ebenso müssen IT-Abteilungen beachten, dass die korrekten Zugangsprivilegien verteilt werden. Eine IAM-Lösung soll hier sofort erkennen, wenn Mitarbeiter aus dem Unternehmen austreten oder ihre Position wechseln. Anschließend soll sie automatisch alle überflüssigen Konten und ungültige Berechtigungen entfernen. So sollen sich IT-Teams Zeit sparen, indem sie nicht alle Zugriffe händisch nachbessern müssen.

Eine weitere Zeiteinsparung mittels IAM-Lösungen für IT-Teams besteht in der Einrichtung eines Portals, worüber Mitarbeiter bestimmte Anfragen versenden und eigenständig technikrelevante Änderungen durchführen können. Hierdurch können Mitarbeiter vom Homeoffice aus beispielsweise eigenständig einen Antrag auf Berechtigungserweiterung stellen oder Passwörter zurücksetzen. Des Weiteren verwaltet die IAM-Lösung so den Single-Sign-On der Mitarbeiter, wodurch weitere Cyberrisiken reduziert werden.

Automatisierte Identity- und Accessmanagement-Lösungen sind also in der Lage, IT-Teams zu entlasten und gelichzeitig die Produktivität zu steigern. Zusätzlich haben sie das Potenzial, die Cybersicherheit von Unternehmen zu steigern und auch die Arbeit im Homeoffice abzusichern.

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