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Gebäudeverkabelung

Abnahmemessungen bei Systemgarantien

08. Oktober 2020, 12:53 Uhr   |  Autor: Jan Behrend / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Abnahmemessungen bei Systemgarantien
© yoshi28-123rf

Zuverlässige und hoch verfügbare Verkabelungsinfrastrukturen sind heutzutage unerlässlich. Dabei stellen Systemgarantien einen wichtigen Faktor für eine zukunftssichere Gebäudeverkabelung dar. Hersteller schreiben dazu unter anderem bestimmte Abnahmemessungen vor.

Um die Nachhaltigkeit der Gebäudeverkabelung während der Nutzungsdauer zuverlässig zu gewährleisten, spielen inzwischen bei der Planung und Auswahl der Komponenten auch verlässliche Systemgarantien eine wichtige Rolle. Da eine generische Gebäudeverkabelung die Grundlage leistungsfähiger Netzwerke bildet, liegt somit bei der Planung auch ein besonderes Augenmerk auf den Herstellergarantien und den Eigenschaften geprüfter Verkabelungssysteme. Dabei unterscheiden sich die Angebote der Hersteller vor allem in der Auswahl der zertifizierbaren Komponenten. So gewähren die meisten Hersteller lediglich Systemgarantien für Kupferverkabelungssysteme und nur wenige bieten Garantien für die Kupfer- und LWL-Verkabelung. Oftmals ist genau dieser Unterschied für Planer ein entscheidender Faktor. Denn entweder planen sie bei Horizontal- und Vertikalverkabelung nach dem „Mix and Match“-Prinzip oder sie erhalten alle Komponenten aus einer Hand. Betreiber und Nutzer profitieren hierbei zusätzlich von der Zertifizierung ihrer Installateure, die von den Herstellern auf die Systeme geschult wurden. Hierdurch ist ein wesentlich höherer Investitionsschutz und somit auch eine zukunftsorientierte Nachhaltigkeit gegeben.

Welche Abnahmemessungen schreiben Hersteller vor?

In diesem Zusammenhang stellt sich sowohl bei Planern als auch bei den ausführenden Installateuren die Frage, welche Abnahmemessungen vom Hersteller vorgeschrieben werden und weshalb diese so wichtig für die Gewährung einer Systemgarantie sind. Grundsätzlich ist für die Beantragung einer Systemgarantie zunächst eine Schulung bei dem jeweiligen Hersteller erforderlich. Dabei geht es unter anderem um die korrekte Handhabung der Produkte, die Abnahmemessungen und die aktuellen Standards. Der zertifizierte Installateur weist dann durch entsprechende Messprotokolle und eine detaillierte Dokumentation die Einhaltung der gültigen Normen und Standards gegenüber Kunden, Fachplanern und Hersteller nach.

Für Kupferverkabelungssysteme ist in den meisten Fällen einzig eine Dämpfungsmessung der permanent installierten Strecken vorgeschrieben. Die Durchführung der Messung erfolgt mit Feldzertifizierern. Anders verhält es sich bei Glasfaserverkabelungssystemen. Hier existieren unterschiedliche Möglichkeiten für die Erstellung der Abnahmemessung. Im LWL-Bereich lässt sich ebenfalls eine Dämpfungsmessung realisieren: Dabei wird jedoch lediglich die Gesamtdämpfung pro Link/ Installationsstrecke gemessen. Die verbauten Komponenten und Kabel lassen sich so allerdings nicht im Einzelnen bewerten – damit entfällt auch die Beurteilung einzelner Reflexionsereignisse.

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1. Abnahmemessungen bei Systemgarantien
2. Vorteile der OTDR-Messung
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