Studie von VMware

Kubernetes im Entwickleralltag angekommen

6. Mai 2022, 7:00 Uhr | Sabine Narloch | Kommentar(e)
Software Entwickler
© Roman Samborskyi | shutterstock.com

Laut einer Studie von VMware gehört Kubernetes mittlerweile zum Alltag vieler EntwicklerInnen. Doch auch wenn Unternehmen durch Kubernetes Vorteile sehen, gibt es zwei Aspekte, die für Unsicherheit sorgen.

Kubernetes, das Open-Source-System zur Automatisierung der Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen, scheint sich immer mehr durchzusetzen. Das geht aus der Studie „The State of Kubernetes 2022“ hervor, die VMware zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Dimensional Research durchgeführt hat.

Demnach gaben 99 Prozent der 776 Befragten an, dass sie Vorteile aus der Plattform Kubernetes gezogen haben. Einer der Hauptgründe für die Einführung von Kubernetes in Unternehmen seien demnach die Vorteile für den wachsenden Cloud-Betrieb. Eine bessere Cloud-Nutzung (59 Prozent) sowie reduzierte Cloud-Kosten (46 Prozent) wurden dabei genannt. Zwei Drittel der Befragten setzen Kubernetes demnach in mehreren Clouds ein.

"In den letzten Jahren haben immer mehr EntwicklerInnen Kubernetes zusätzlich zu ihrer Infrastruktur genutzt, sowohl in der privaten als auch in der öffentlichen Cloud, oft sogar in beiden. Längst hat sich die Nutzung von Kubernetes von einem kleinen Kreis in den Mainstream verbreitet", sagt Björn Brundert, Principal Technologist im Office of the CTO, Global Field, bei VMware.

Kubernetes im Mainstream angekommen

Als eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass sich Kubernetes auch im Mainstream durchgesetzt habe, sehen die Studienautoren die Zunahme der Zahl der eingesetzten Cluster: Demnach verfügen 29 Prozent der Unternehmen über mehr als 50 Cluster, und 48 Prozent erwarten, dass die Zahl der von ihnen betriebenen Kubernetes-Cluster um mehr als 50 Prozent steigen wird.

Faktoren, die die Akzeptanz haben steigen lassen, sind unter anderem die Verbesserung der Softwareentwicklung; so konnten 62 Prozent eine höhere Flexibilität der Anwendungen festellen und 54 Prozent der Befragten beobachteten eine höhere Effizienz im Entwicklungsprozess.

Zwei Wermutstropfen: Sicherheitsbedenken und fehlendes Fachwissen

Allerdings äußerten in der Befragung 97 Prozent Bedenken hinsichtlich der Kubernetes-Sicherheit. Die Erfüllung von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen werde demnach als die größte Herausforderung gesehen sowohl bei der Bereitstellung (59 Prozent) als auch bei der Verwaltung von Kubernetes (47 Prozent).

Angesichts der raschen Weiterentwicklung von Kubernetes sei es zudem für Unternehmen schwierig, ihre MitarbeiterInnen auf dem aktuellen Stand zu halten oder neue KollegInnen mit dem entsprechenden Kubernetes-Wissen einzustellen. So haben 95 Prozent der Befragten Schwierigkeiten bei der Auswahl, Bereitstellung und Verwaltung von Kubernetes; 51 Prozent gaben an, dass es an interner Erfahrung und Fachwissen mangle.

Zur Methodik: Die gemeinsam mit Dimensional Research durchgeführte Studie befragte laut Unternehmensangaben 776 qualifizierte Softwareentwickler und IT-Experten. Die Umfrage konzentrierte sich auf Personen mit Verantwortung für Kubernetes in Unternehmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeitenden, die ein breites Spektrum an Rollen, Branchen, Regionen und Stellenebenen abdecken. Alle befragten Organisationen sollen einen bedeutenden Anteil an der Softwareentwicklung haben.

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