Cloud-Computing

In der Cloud Ressourcen einsparen

22. Juni 2022, 14:50 Uhr | Autor: Michael Rambold / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)
VMware Zero Carbon Committed Cloud-Partnerinitiative
© Pavel Losevsky/Fotolia

Unternehmen können ihre Energieeffizienz steigern und ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, wenn sie ihre IT unter die Lupe nehmen. So kann ein Technologiewechsel hin zur Cloud oder architektonische Anpassungen Möglichkeiten für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen eröffnen.

Viele Firmen haben sich das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile auf die Fahne geschrieben und es gibt immer mehr gesetzliche Vorgaben dazu. Da in Unternehmen aber oftmals die wirtschaftlichen Gründe ausschlaggebend für Neuerungen sind, gehen die Nachhaltigkeitsbemühungen vieler Firmen nicht über die Erfüllung dieser Vorschriften hinaus. Denn jede Veränderung bedeutet erst einmal Aufwand. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit müssen jedoch kein Widerspruch sein. Auf lange Sicht kann nachhaltiges Handeln kosteneffizienter sein – im IT-Umfeld bieten sich etliche Möglichkeiten.

Schonender Umgang mit Ressourcen durch die Cloud

Ein wichtiges Thema dabei ist der Energieverbrauch, der durch die Nutzung digitaler Lösungen und der dafür benötigten Infrastruktur entsteht. Eine Studie von 451 Research im Auftrag von AWS hat ergeben, dass Unternehmen in Europa ihren Energieverbrauch durch den Umstieg auf die Cloud senken können. Demnach arbeitet eine Cloud-Infrastruktur etwa dreimal so energieeffizient wie die Ressourcen eines durchschnittlichen europäischen Rechenzentrums. Für die Untersuchung wurden mehr als 300 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Irland, Schweden und Spanien befragt, die eigene Rechenzentren betreiben. Auch die Treibhausgasemissionen lassen sich laut der Studie durch Cloud-Technologien verringern. Bei einem Rechenzentrum mit einem Energieverbrauch von einem Megawatt (bei einer angenommenen elektrischen Auslastung von 30 Prozent) würde die Verlagerung der Anwendungen in die Cloud zu einer Reduzierung des Schadstoffausstoßes um mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr führen. Das entspricht der jährlichen Menge von bis zu 500 Autos oder 50 durchschnittlichen Haushalten in Europa.

Viele Unternehmen haben die Nachhaltigkeit und Effizienz ihrer Rechenzentren jedoch nicht oder nicht ausreichend im Blick. Zudem ist eine On-Premises-Umgebung in verschiedene Bereiche aufgeteilt – etwa Server, Speicher, Netzwerke, Gebäudemanagement und Immobilien. Dadurch haben Effizienzinitiativen einen entsprechend engen Fokus und sind schwer zu skalieren. Hinzu kommt, dass Unternehmen mit eigenen Rechenzentren immer auf Spitzenlasten vorbereitet sein müssen und Überkapazitäten vorhalten. Das bedeutet, dass sie mehr Server betreiben, als sie tatsächlich benötigen. Rechenzentrumsserver verbrauchen daher unabhängig von ihrer Nutzung permanent Strom. Vergleichbar ist das mit den Unterhaltskosten eines Pkws, der die meiste Zeit auf dem Parkplatz steht. Das Prinzip beim Cloud-Computing ist, dass die Ressourcen dynamisch auf mehrere Kunden verteilt und gemeinsam genutzt werden, ähnlich wie ein Taxi oder Carsharing-Fahrzeug. Auf diese Weise steigt die Gesamtauslastung.

Zu einer besseren Energieeffizienz und weniger Kohlendioxidemissionen kann auch der Einsatz spezieller Hardware beitragen. Dazu zählen etwa moderne Kühlsysteme, die den Energie- und Wasserverbrauch verringern, Echtzeit-Sensordaten, die Änderungen der Wetterbedingungen melden, eine innovative Stromverteilung oder energieeffiziente Prozessoren, die für intensive Workloads optimiert sind.

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