Sie sind hier: Home

Saarländischer RMM-Hersteller Server-Eye: Managed Services-Automation mit Herz

Wer das Gegenteil von Hybris in der IT-Branche sucht, kann es im deutschen Mittelstand finden - bei Michael Krämer zum Beispiel. Die kühne These des Chefs von Server-Eye kann man als Gegenentwurf zu Digitalisierungsvisionen vor allem von US-Konzernen sehen.

Server-Eye_Michael_Krämer_Tobas_Hans_Managed_Services_Digitalisierung_Automation Bildquelle: © Server-Eye

Hat ein Herz für Michael Krämer (links), Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes: "Unternehmen wie Krämer IT werden bei der Digitalisierung in unserem Land eine ganz wichtige Rolle spielen".

Liegt die Bodenständigkeit der Saarländer daran, dass der Bergbau die Bewohner im kleinsten Flächenland der Republik wie in keinem anderen Bundesland bis heute eine gewisse Demut lehrt, vielleicht sogar Ehrfurcht und Glaube begünstigt? ”Sie sind katholischer, sie sind geselliger und sie sind heimatverbundener als andere in Deutschland”, schrieb einmal das Handelsblatt über Saarländer. Wer solche ethnografischen Beobachtungen für maßlos überschätzt hält, im Business allzumal, kennt noch keinen waschechten saarländischen Unternehmer.

Auf Michael Krämer jedenfalls trifft so einiges zu, was man gemeinhin über die Typologie eines Saarländers sagt. Man kann sich mit dem Unternehmer einen ganzen Abend lang köstlich amüsieren, sofern man gestelzte und steife Zeitgenossen im Anzug zuvor in den Keller zum Lachen geschickt hatte.

Musste man aber beim 4. Server-Eye Partnertag in der Congresshalle in Saarbrücken gar nicht. Anzugträger unter den rund 250 Geschäftsführern, Vertriebsmitarbeitern, Technikern und einem prominenten Politiker, Ministerpräsident Tobias Hans nämlich, wurden freilich einige gesichtet. Krämers Naturell und das Selbstverständnis seines Softwarehauses und seiner Mitarbeiter, jedem Partner auf Augenhöhe zu begegnen, sorgen bei jedem Event von Server-Eye stets für eine gelöste und lockere Atmosphäre. Dass es nicht nur beim Wohlfühlen und Entertainment (Gin-Tasting, gutes Essen, Bogenschießen und Drachenbootrennen) bliebt, sondern die Trendthemen Digitalisierung und Automation von IT-Services im Mittelpunkt standen und viele Neuigkeiten aus dem Hause Server-Eye und Partner Microsoft und Datacore vorgestellt wurden, machte das Event zu einer runden, informativen Netzwerkveranstaltung. Hard- und Software-Hersteller aus ganz Deutschland, der Schweiz, Luxembourg und Österreich konnten sich auf dem Partnertag samt Ausstellungsmesse davon überzeugen.

So stellte das Team von Server-Eye einige neue Tools und Funktionen der RMM-Plattform vor, mit deren Hilfe Systemhäuser ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen sollen. Zum Beispiel das überarbeitete Patch-Management. Mit Smart Updates will der Softwarehersteller einen ganz neuer Ansatz verfolgen, wenn es darum geht, Windows Systeme zu aktualisieren. “Updates werden vollautomatisch, selbstheilend und intelligent installiert. Das Aufbauen von Update Ringen, automatisches Verzögern von Windows Updates und geplante Neustarts sind nur drei der Funktionen, die nun mit wenigen Klicks zur Verfügung stehen”. Das Grundprinzip dabei: “Einmal konfigurieren, nie mehr anfassen”, soll der Idealzustand dieses Teils der Automation von zu überwachenden ITK-Infrastrukturen mit der Plattform Server-Eye sein.

Wenn es denn wirklich so einfach wäre, wird sich mancher Techniker denken, der die Tücken dynamischer Systeme im Monitoringalltag nur allzu gut kennt. Und der natürlich das neuerdings überall verkündete Mantra der RMM-Anbieter hört, dass intelligente Automatisierungsfunktionen im Remotemanagement die Aufgaben von Fachkräften übernehmen können. Zum leer gefegten Arbeitsmarkt gäbe es ohnehin keine Alternative, will ein Systemhaus mit Managed Services wachsen, hört man unisono auf jedem Event eines RMM-Anbieters.

Was man indes beim Wettbewerb, insbesondere den US-amerikanischen RMM- und PSA-Riesen so explizit nicht hört, weiß Michael Krämer genau – und das spielt er als Besonderheit seines Softwarehauses aus. Nämlich eine nichttechnische Komponente, auf die Server-Eye in seinem Partnernetzwerk setzt. “In meinen 27 Jahren als selbstständiger IT-Unternehmer habe ich gelernt, dass eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe die Grundlage jedes Erfolges besser darstellt, als eine technologische Spitzenleistung, die jederzeit wegfallen kann”, sagte Firmenchef Krämer gleich vorab in seiner Begrüßungsrede. Ein Satz, den sicher viele andere deutsche Softwarehäuser aus dem Mittelstand unterschreiben würden, auch der direkte Wettbewerb, der nicht aus dem Saarland stammt.