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Managed Service Provider: Auf zum Systemhaus 4.0

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Managed Service face to face

Die Frage, was einen guten Dienstleister für Managed Services ausmacht, hängt davon ab, welche Bereiche der IT an einen Dienstleister vergeben werden sollen. Unternehmen arbeiten zunehmend seltener mit vielen unterschiedlichen Dienstleistern zusammen, da dies einen hohen Koordinationsaufwand mit sich bringt.

Deshalb ist es notwendig, dass ein MSP eine große Palette an IT-Lösungen mit umfangreichen Services kompetent abdeckt. Als derzeit wichtigste IT-Bereiche gelten Security, Datacenter (Server, Storage, Back-up und Virtualisierung), Industrie 4.0 und Wireless & Mobility. Für Kunden ist es zudem wichtig, dass die Services mit einer 24/7-Erreichbarkeit an 365 Tagen im Jahr erbracht werden können, kurze Reaktionszeiten aufweisen und gut zu durchblicken sind.

Rein technisch ist es möglich, solche Leistungen in zentralen Operation-Centern zu kanalisieren und zu analysieren. Ein persönlicher Kontakt und echte Kundennähe tragen allerdings sehr viel zur Qualität und Kundenzufriedenheit bei. Managed Services bestehen schließlich auch darin, dass im Falle eines Problems ein entsprechender Servicemitarbeiter innerhalb kürzester Zeit das Problem erkennt – manchmal auch direkt vor Ort.

Services und Tools müssen stimmen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Flexibilität. Unterschiedliche IT-Strukturen benötigen flexible Managed Services. Der MSP sollte deshalb alle wichtigen Bereiche der IT abdecken und gleichzeitig eine hohe Flexibilität bieten. Ein individuelles Schnüren von Servicepaketen ist ebenso von Bedeutung wie ein transparentes und möglichst simples Preismodell. Genauso wichtig wie die Services sind die beim MSP eingesetzten Tools, mit denen die IT-Infrastruktur überwacht wird und im Falle einer Störung der Fehler schnell behoben werden kann. Dabei gibt es große Unterschiede – von Standard-Tools bis zu von Systemhäusern eigens entwickelten Lösungen. Der Trend geht allerdings ganz klar in Richtung ganzheitliches Monitoring. Das bedeutet: technologieübergreifend und herstellerunabhängig.

Gewinnbringende Managed Services
Managed Services bieten ein besseres Risikomanagement, eine zuverlässigere IT und vor allem eine deutliche Entlastung der internen IT-Ressourcen. Dabei sind Managed Services auch aus wirtschaftlicher Sicht gewinnbringend. Unternehmen benötigen weniger internes IT-Personal, was bei dem zunehmenden Fachkräftemangel Entlastung bringt. Zudem müssen keine Analyse- und Kontrollsysteme angeschafft und betrieben werden, denn dies übernimmt der MSP, der sich nebenbei durch seine Spezialisierung auch wesentlich besser in der Bedienung auskennt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Probleme der IT nicht einfach nur „geflickt“ werden, denn ein MSP betrachtet das gesamte System und bezieht Wechselwirkungen durch Veränderungen im Betrieb der Gesamt-IT ein. So lassen sich eventuell nötige Upgrades und Skalierungen wirklich sinnvoll durchführen.

Nicole Ziegelmair ist Marketingassistentin bei der Scaltel AG