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Managed Security Services: Managed Services zum Schutz gegen Cyberbedrohungen

Zunehmende Sicherheitsbedrohungen wie Malware und die steigende IT-Abhängigkeit der Unternehmen sind der Grund dafür, dass die Nachfrage nach Managed Services weiter vorangetrieben wird. Deshalb entscheiden sich immer mehr Reseller dazu, sich zum Managed Service Provider (MSP) zu entwickeln.

Sicherheit Bildquelle: © vska - 123RF

Der Hauptunterschied zwischen Reseller und Managed Service Provider besteht darin, dass ein Reseller keine permanenten Services bereitstellt. Er kommt hingegen beispielsweise zum Einsatz, wenn ein Kunde Probleme mit einer Server-Festplatte hat und ein Systemausfall eingetreten ist. Der Dienstleister behebt in diesem Fall durch Fernwartungstools das Problem und kümmert sich darum, dass der Server wieder reibungslos funktioniert. Diese „Feuerwehrlöscheinsätze“ sind jedoch nicht planbar und werden nur getätigt, wenn die Störung bereits eingetreten ist. 
Im Gegensatz dazu bietet ein Managed Service Provider permanente und wiederkehrende Services an, deren Art und Umfang vorab genau festgelegt werden. Der MSP kümmert sich darum, dass die Software immer auf dem aktuellsten Stand ist, er führt regelmäßige Back-ups von Daten durch und ist für die ordnungsgemäße Installation von Antivirenprogrammen und deren Updates verantwortlich. Für die Kunden entsteht durch die ständige Softwarepflege der Vorteil, dass ihre Systeme permanent geschützt sind und auftretende Probleme sofort gelöst werden, sodass es gar nicht erst zu größeren Ausfällen kommt. Die Mitarbeiter können sich so auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren und müssen sich nicht mit den teilweise sehr komplexen IT-Prozessen auseinandersetzen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich die IT ständig weiterentwickelt und Mitarbeiter ohne tiefgreifende Kenntnisse meist nicht mit den aktuellen Neuerungen vertraut sind. Ein MSP kann dagegen mit einem umfassenden Know-how und einem großen Erfahrungsschatz aufwarten.
Auch die Vorteile für den Dienstleister sind deutlich: Durch Wartungsvereinbarungen (SLAs) entstehen wiederkehrende monatliche Erträge; dadurch wird das Geschäft des Service-Anbieters planbarer. Zusätzlich steigern solche Verträge die Kundenbindung, da der Partner über einen längerfristigen Zeitraum mit der Wartung aller Geräte des Kunden beauftragt wird. 
Die Nutzung der Managed Services findet dabei vor allem in der Cloud statt – beispielsweise arbeiten über 90 Prozent der Partner bei Avast mit entsprechenden Lösungen. Lange Zeit hat man dem deutschen Mittelstand in der Vergangenheit große Hemmungen im Bereich Cloud-Nutzung unterstellt. Sie befindet sich mittlerweile jedoch auf einem guten Weg – vor allem, da inzwischen die jüngeren Generationen in den meisten Unternehmen angekommen sind, für die IT- Themen Alltag sind und die eine gewisse Offenheit für die Nutzung von mobilen Geräten mitbringen. Um die Akzeptanz der Cloud darüber hinaus weiter zu fördern, ist besonders der lokale Bezug, wie beispielsweise ein deutscher Server-Standort, wichtig.

Größte Herausforderung: Kunden überzeugen

Die größte Herausforderung, derer sich ein Reseller auf dem Weg zum MSP stellen muss, ist es, seine Kunden miteinzubeziehen und diese vom Einsatz der Managed Services zu überzeugen. Die zahlreichen und sich ständig entwickelnden Bedrohungen steigern bereits das Bewusstsein der Unternehmen in Hinblick auf Cybersicherheit und zeigen die Notwendigkeit entsprechender Dienste auf. Allerdings bedeutet die permanente Wartung auch monatliche Ausgaben für die Kunden, von denen sie erst einmal überzeugt werden müssen.
Doch wenn man sich den dramatischen Anstieg der Ransomware-Vorfälle der letzten Monate und Jahre ansieht, wird deutlich, welche Vorteile Managed Services bieten. Besonders WannaCry, der bislang größte Ransomware-Angriff der Geschichte, hat gezeigt, wie schnell hunderttausende PCs von Unternehmen, Einzelpersonen, aber auch von Krankenhäusern oder Behörden infiziert werden konnten. Der Schaden, der bei solchen Totalausfällen entsteht, ist nicht abzuschätzen. Präventive Maßnahmen hätten in diesem Fall jedoch Systemausfälle zahlreicher Unternehmen verhindern können.
Permanente Services sind darüber hinaus notwendig, da die Cyberkriminellen ihre Angriffsmethoden ständig weiterentwickeln und sich immer ausgeklügeltere Strategien ausdenken, um ihren Opfern Schaden zuzufügen. Diese gefährliche Bedrohungslage und die gleichzeitig zunehmende Abhängigkeit der Unternehmen von der IT sowie die Notwendigkeit einer permanenten Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit machen deutlich, warum Managed Services immer gefragter werden – denn nur dadurch kann sich ein vollständiger Schutz für die Kunden ergeben.