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Headsets & Channel: Komplexe Kommunikation

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Stimmen der Hersteller zu den Entwicklungen im Headset-Markt

Im UCC-Markt gibt es auch abseits von den Schwergewichten – Stichwort Atos, Avaya, Cisco – viel Bewegung. Das betrifft insbesondere die Headset-Sparte. funkschau hat angesichts der aktuellen Entwicklungen gezielt nachgehakt.

Lars Rasmussen, Sennheiser Bildquelle: © Sennheiser

Lars Riis Rasmussen, Senior Vice President of Global Sales Enterprise Solutions bei Sennheiser

funkschau: Im Herbst vergangenen Jahres wurde die Auflösung des Joint Ventures „Sennheiser Communications“ von William Demant und Sennheiser verkündet. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus sowohl für Kunden als auch Fachhandelspartner?

Rasmussen: Das ist korrekt, Demant A/S und Sennheiser reagieren mit dieser Entscheidung auf eine Dynamik im Markt, die sich im Laufe der letzten Jahre verändert hat. Es steckt sehr großes Potential in unseren drei Businessbereichen Mobile Music, Enterprise Solutions und Gaming. Um sich voll auf alle Geschäftssegmente konzentrieren zu können, haben beide Partner daher beschlossen das Joint Venture zu beenden. Mobile Music Headsets werden ab nächstem Jahr Teil des Sennheiser Consumer Business sein, während Demant A/S die Segmente Enterprise Solutions und Gaming weiter ausbauen wird. Sennheiser Communications wird demnach 2020 demergen und es entsteht eine neue Firma unter Demant A/S.

Für unsere Kunden bedeutet dies die Garantie eines noch umfassenderen und nachhaltigeren End-to-End-Engagements mit starkem Forschungs- und Commercial-Fokus auf unsere beiden Kernthemen: Enterprise Solutions und Gaming. In der Kooperation mit uns ändert sich jedoch nichts: Unsere Kunden werden nach wie vor mit denselben Menschen in Kontakt stehen und unser Produktsegment in den Bereichen Enterprise Solutions und Gaming kaufen können. Das aktuelle Sales und Marketing Team wird Teil der neuen Firma sein und wir freuen uns, unseren Kunden neben der Premium-Qualität unserer Produkte weiterhin Stabilität in der Kundenbeziehung und -betreuung zu bieten.

Das kommende Jahr markiert den Beginn eines spannenden, neuen Kapitels für uns und wir freuen uns sehr darauf, weiterhin Menschen auf der ganzen Welt mit unseren Premium-Headsets und Konferenzlösungen miteinander zu verbinden.

Paul Clark, Plantronics Bildquelle: © Plantronics

Paul Clark, Senior Vice President EMEA bei Poly

funkschau: Vor knapp einem Jahr hat Plantronics Polycom übernommen – und die Frage offen gelassen, wie die beiden Marken unter einem gemeinsamen Dach weitergeführt werden. Jetzt hat das Unternehmen mit „Poly“ die Antwort geliefert. Was ist genau darunter zu verstehen? Und was bedeutet das sowohl für Kunden als auch für Fachhandelspartner?

Clark: Die Zusammenführung beider Marken schafft eine verbesserte betriebliche Effizienz. Die einheitliche Organisation erleichtert es unseren Partnern und Kunden, benötigte Informationen und Unterstützung zu erhalten. Ein Stolperstein bei der Adaption neuer Technologien ist die Einarbeitung von Anwendern. Unternehmen, die Poly Produkte verwenden, genießen eine deutlich höhere Adaptionsrate, weil wir mit der einheitlichen Marke das Benutzererlebnis vereinfachen. Für Handelspartner hebt das unsere Marke hervor. Mit Poly als alleinige Marke sind wir in der Lage, voll dafür einzutreten, wofür Poly steht und in Marke zu investieren. Unsere Kunden profitieren von den Möglichkeiten eines viel größeren Unternehmens. Darüber trägt es dazu bei, den Wiedererkennungswert und damit den Umsatz für unsere Channel-Partner zu steigern.

Gregor Knipper, Jabra Bildquelle: © Jabra

Gregor Knipper, Managing Director EMEA Central bei Jabra 

funkschau: GN hat vor Kurzem die Übernahme von Altia Systems, einem Anbieter von Video-Collaboration-Lösungen mit Multilinsen-Technologie und KI, verkündet. Inwiefern fügen sich die neu aufgenommenen Lösungen in das bisherige Portfolio von Jabra? Was erwartet die Kunden?

Knipper: Video spielt angesichts knapper Büroräume, standortübergreifender Projekte und der Internationalisierung von Teams eine immer wichtigere Rolle, denn die Videotelefonie hilft Unternehmen, Kosten und Zeit zu sparen – und nicht zuletzt die Umwelt zu schonen. Mit der Akquisition von Altia schnürt Jabra ein Gesamtpaket, das genauso selbsterklärend und einfach ist wie unsere Soundlösungen. Das Video-Segment fügt sich nahtlos in unsere Story ein und ist die perfekte Ergänzung für unser bestehendes Produktportfolio. Zurzeit beschäftigen sich viele Unternehmen intensiv damit, wie sie ihren Mitarbeitern, die standortübergreifend arbeiten, bestmögliche Sound- und Videoqualität zur Verfügung stellen. Und wir sind sicher, dass dies vom Handel gut angenommen wird.