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Retail Signage: Türöffner der Customer Journey

Um sich vom starken Online-Wettbewerb abzugrenzen, muss der stationäre Einzelhandel tiefer in die Trickkiste greifen. Wichtig ist, die Kunden an möglichst vielen Berührungspunkten auf ihrer Customer Journey anzusprechen.

Point of Sale Digital Signage Bildquelle: © NEC

Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich der Einfluss von Unternehmen auf die Kundenzufriedenheit verschoben. Früher standen Effizienz und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus – heute versprechen Online-Angebote längst einen günstigen Preis, sogar bei einer Lieferung am selben Tag. Um sich von diesem starken Wettbewerb abzugrenzen, muss der stationäre Einzelhandel tiefer in die Trickkiste greifen. Wichtig ist, die Kunden an möglichst vielen Berührungspunkten auf ihrer Customer Journey anzusprechen.

Point of Sale Digital Signage Bildquelle: © NEC

Sinnvoll installierte Signage-Displays unterstützen den Kunden bei seiner Customer Journey und können langfristig Neukunden zu Stammgästen machen.

Die Digitalisierung des PoS und Digital Signage im Speziellen bieten für die gezielte Kundenansprache großes Potenzial. Dass es dabei nicht reicht, willkürlich Displays im Ladengeschäft zu platzieren, ist kein Geheimnis. Gerade Filialen, die eine Vielzahl von Produkten auf wenig Raum präsentieren, legen großen Wert darauf, dass die Kunden alle Angebote gut sehen können. Die Platzierung der Displays wird der Warenpräsentation daher oft untergeordnet. Die Händler installieren Monitore dort, wo Platz ist. Das sind jedoch häufig freie Ecken oder es ist der Bereich über den Regalen – Stellen, die außerhalb der Wahrnehmung der Kunden liegen. So können die Lösungen nicht ihr volles Potenzial ausspielen.

Unternehmen sollten Digital Signage daher unbedingt eine höhere Priorität einräumen: Viele aktuelle Display-Modelle verfügen über ein schlankes Design und lassen sich dadurch nahtlos in das Architektur-Konzept integrieren. Je nach Umgebungsbedingungen können sie im Hoch- und Querformat eingesetzt werden. So haben Anwender die Möglichkeit, den Raum perfekt zu nutzen. Um die Warenpräsentation optimal zu unterstützen, sollten die Inhalte außerdem hell genug und gut lesbar sein. Eine entspiegelte Oberfläche reduziert störende Reflexionen und setzt so den Fokus auf den Inhalt, nicht die Umgebung.

Nicht nur das „Wo“ zählt
Ist der richtige Ort gefunden, müssen auch die Inhalte stimmen. Dabei kommt es vor allem auf drei Punkte an:

  1. Die Länge: Hängt der Monitor in einer Laufzone, müssen die Inhalte kurz und knackig sein. Gerade im Außenbereich sind Displays oft der erste Touchpoint zum potenziellen Käufer. Hier bleibt nur wenig Zeit, den Kunden vom Angebot zu überzeugen. Steht er schon an der Kasse, kann die Wartezeit mit längeren Inhalten und Infotainment-Anwendungen überbrückt werden.
  2. Das Format: Unternehmen sollten unbedingt darauf achten, dass die dargestellten Inhalte zum Format des Displays passen. Verzerrungen oder unlesbare Passagen lenken den potenziellen Kunden vom Inhalt ab und die Kaufchance versiegt im Zweifel schon im Ansatz.
  3. Der Kontext: Inhalte müssen relevant sein und dem Kunden Mehrwert bieten. Steht dieser an der Fleischtheke, interessiert er sich vielleicht auch für neue Grillutensilien. Regnet es draußen, lockt ein Angebot für Regenschirme potenzielle Kunden schneller in den Laden. Zentrale Systeme ermöglichen es, mehrere Geräte zentral zu verwalten, Quellen zu wechseln, um Inhalte vorauszuplanen, oder Content spontan an äußere Bedingungen anzupassen. Wenn Händler flexibel reagieren können, holen sie die Kunden zur richtigen Zeit in ihrer Customer Journey ab.

Das Auge kauft mit
Integrierte Media Player geben die Inhalte problemlos und ohne Kabel wieder . Aber auch die Qualität der Displays muss passen. Je hochwertiger die Hardware ist, desto weniger Aufwand haben die Store-Manager mit der Digital-Signage-Lösung. Gerade, wenn Displays rund um die Uhr im Einsatz sind, widrigen Wetterverhältnissen im Außenbereich ausgesetzt sind oder für den interaktiven Austausch mit den Kunden eingesetzt werden: In Sachen hochwertiger und langlebiger Technologien sollten Händler keine Abstriche machen. Digital Signage bietet Einzelhändlern einen Weg, Kunden ihren Einkauf angenehmer zu gestalten und sie situationsgerecht mit relevantem Content auf ihrer Customer Journey anzusprechen. Mit der richtigen Software lassen sich die Inhalte zentralsteuern und schnell anpassen. So können Digital-Signage-Lösungen zu einem wesentlichen Bestandteil des Geschäftskonzepts werden.

Erik Elbert ist Product Manager Large Format Displays bei NEC Display Solutions