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Plagiarius 2018: Produktfälscher "ausgezeichnet"

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Gleiches Design ist nicht gleiche Qualität

In immer kürzeren Abständen fordern Konsumenten neue vielfältige Produkte in höchster Qualität und attraktivem Design. Für deren Entwicklung braucht es neben Know-how und Erfahrung auch Talent, Kreativität, Mut und Unternehmergeist, Durchhaltevermögen und Leidenschaft. An all diesen Eigenschaften fehlt es den Plagiatoren. Sie kopieren unverfroren ein fertiges Endprodukt, sparen die zeit- und kostenintensiven Entwicklungsschritte und Investitionen, schmücken sich ohne Skrupel mit fremden Federn und produzieren überwiegend unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen. Diese Umstände verdrängen Verbraucher bei einem bewussten Kauf einer Markenfälschung. Laut der Aktion Plagiarius geben sie sich irrtümlicherweise der Illusion hin, dass ein nachgemachtes Produkt das gleiche Markenerlebnis verschafft wie das begehrte Markenprodukt. Dies ist mitnichten der Fall. Eine plumpe Fälschung hat weder die Aura des Originals noch löst es dessen Markenversprechen ein. Gleiches Design bedeutet nicht automatisch die gleiche Qualität, Funktionalität, Präzision und Sicherheit. Original und Plagiat sind nur auf den ersten Blick täuschend ähnlich.

Schlussendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Verbrauchers sich statt für Ramsch mit Label von Kriminellen lieber für die unglaubliche Vielfalt legaler Produkte zu entscheiden und diese wertzuschätzen. Insbesondere beim Einkauf im Internet sollten Verbraucher daher genau hinsehen, auf ihren gesunden Menschenverstand hören und nicht voreilig und kritiklos auf „Kaufen“ klicken. Im ureigensten Interesse lohnt es Impressum, Zahlungsbedingungen, Widerrufmöglichkeiten und die allgemeine Seriosität des Anbieters sorgfältig zu prüfen. Hochwertige Markenprodukte gibt es nicht zum Fast-Umsonst-Tarif. Im Vergleich zum Plagiat sind sie aber ihren Preis wert.