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All-IP: "2016 bringt mehr Chancen als Risiken für den Channel"

NGN wird die Kunden dazu veranlassen, sich wieder mehr mit der Telekommunikation zu beschäftigen, meint Achim Hager, CEO bei HFO Telecom. Ein Kommentar.

Achim Hager, CEO bei HFO Telecom Bildquelle: © HFO Telecom

Achim Hager, CEO bei HFO Telecom

Nie war die Aufmerksamkeit der Kunden für Telekommunikation seit dem Jahr der Liberalisierung 1998 so groß wie heute. Und verglichen mit 1998 geht es diesmal nicht darum, über den Preis die Kosten des Kunden zu senken und dies in einem dauerhaften Wettlauf mit Konkurrenten Jahr für Jahr zu wiederholen. Nein, diesmal geht es um eine umfassende Bestandsaufnahme und Beratung mit anschließendem Verkauf einer komplett neuen Infrastruktur – und zwar bei einem Großteil der Kunden. Die Umstellung der Telefonnetze von ISDN auf NGN (oder auch, im Sprachschatz der Telekom, All-IP) bewegt von heute auf morgen sowohl den gesamten Bereich der umzustellenden und neu zu verkaufenden 40 Millionen Kundenanschlüsse als auch den Bereich der dahinter befindlichen Infrastruktur. Angefangen von der TK-Anlage bis hin zu Brandmelde- und Alarmanlage, dem Hausnotrufsystem oder dem EC-Cash-Terminal. Alles muss auf den Prüfstand. Auch der Provider. Wer ist in der Lage, auch künftig noch das zwar rückläufige aber immer noch beliebte Faxgerät so anzubinden, dass auch in Zukunft noch ein Fax ankommt? Möglicherweise kann die alte Anlage auch noch eine Weile an einem Gateway zu NGN betrieben werden. Der Kunde sollte aber wissen, dass die Ersatzteile bald Mangelware sein werden, weil die Hersteller auf neue Produktlinien schwenken werden, die nichts mehr mit ISDN zu tun haben.

Wir als HFO haben in den vergangenen fünf Jahren viel Zeit in die Entwicklung eines marktreifen Systems gesteckt, das qualitativ auf ISDN-Level agiert, aber bereits zu 100 Prozent auf NGN basiert. Mit sauberer Faxübermittlung, Fallback-Routings Nebenstelle für Nebenstelle und Funktionen wie Clearmode, die eine ISDN-artige Übertragung garantieren und sogar alte Wartungszugänge zu den Anlagen ermöglichen, die eigentlich ISDN erfordern. Hinzu kommen unzählige gegenseitige Zertifizierungen mit nahezu allen namhaften Telefonanlagenherstellern – von Unify über Mitel und Starface bis hin zu Innovaphone, Panasonic, Passcom und vielen mehr. Das ist die Basis für einen reibungslosen Umstieg in die neue Welt.