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Studie: Smart Home ist bereit für den Massenmarkt

Studienergebnissen zufolge stehen die deutschen Konsumenten dem vernetzten Zuhause zunehmend positiv gegenüber. Im Zentrum der Recherchen standen sowohl die aktuelle Marktgröße als auch Nutzerbedürfnisse, Treiber, Hemmnisse sowie Kundenzufriedenheit.

Smart Home Bildquelle: © Fotolia / Brian Jackson
Bildquelle: © Smart Home-Monitor 2016/Dr. Grieger & Cie. Marktforschung

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat in Zusammenarbeit mit der Smart Home Initiative Deutschland im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.017 Deutsche zum Thema Smart Home befragt. Demzufolge nutzen bereits 30 Prozent der Haushalte Smart Home-Anwendungen. Vielen war dies vor der Befragung gar nicht bewusst. Gut die Hälfte der Teilnehmer hat Interesse an smarten Assistenten und lediglich jeder Fünfte lehnt eine Nutzung momentan grundsätzlich ab. Gründe für die Ablehnung finden sich vorrangig in den (vermeintlich) hohen Kosten für Anschaffung, Einbau und Betrieb der Anwendungen. Zudem herrscht unter den Anwendern eine latente Unsicherheit hinsichtlich des Datenschutzes. Als weiteres Hemmnis wird die Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller angesehen. Dies spiegelt sich in dem Wunsch der deutschen Interessenten und Nutzer wider, die Steuerung aller Smart Home-Anwendungen über eine einzige App vorzunehmen.

Die beliebtesten Anwendungen der deutschen Smart Home-Nutzer stammen derzeit aus den Bereichen Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation. Einen weiter zunehmenden Trend zu Anwendungen stellte das Hamburger Institut auch im Bereich Sicherheit fest. „Die Breite an Smart Home-Anwendungen ruft Hersteller und Anbieter unterschiedlichster Couleur auf den Plan. Dadurch verlieren die Marktteilnehmer bisweilen den Nutzer aus dem Blick“, erläutert Bianca Emmert, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.

Alexancer Schaper, Geschäftsführer der Smart Home Initiative Deutschland, freut sich: „Bei der Entwicklung der Fragen zur Studie haben wir großen Wert darauf gelegt, relevante Informationen von den Nutzern und den Interessenten zu erhalten. Die Ergebnisse sind für Hersteller und Anbieter nachvollziehbar und sofort nutzbar.“ Nun ist die Branche als Ganzes gefordert: „Um das positive Wachstum des Smart Home-Marktes der letzten Jahre fortzusetzen, müssen Hersteller, Handwerk und Handel weniger technisch und mehr verbraucherorientiert handeln und vor allem Sorgen und Einstiegsängste abbauen und ihre Kommunikationsstrategie entsprechend ausrichten“, so Emmert weiter.