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E-Commerce: Online-Payment und die Suche nach dem passenden Anbieter

Der Internet-Handel boomt, und so gewinnt das sichere bargeldlose Bezahlen immer mehr an Bedeutung. Viele Händler konzentrieren sich primär auf die Shop-Gestaltung, Produktbeschreibungen oder das Online-Marketing. Auf die Prioritätenliste gehört allerdings auch die Zahlungsabwicklung. Doch wie findet sich der „richtige“ Anbieter?

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Jedes Zahlungsverfahren bringt unterschiedlich hohe Kosten, Einbindungsaufwand, mehr oder weniger Kundenakzeptanz und Unterschiede beim Zahlungsausfallschutz. Internetdienstleister sollten eruieren, mit welchen Zahlungsarten sich der Kundenkreis erweitern und die Abbruchquote während des Bezahlvorgangs senken lassen können. Die optimale Lösung für die virtuelle Kasse liegt für jedes Online-Business in einem individuellen Mix an Bezahlmöglichkeiten, die sich dauerhaft bewähren, kostendeckend und bei Bedarf anpassbar sind. Allerdings impliziert eine größere Auswahl an Zahlungsoptionen auch einen hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand für den Online-Händler. Payment-Service-Provider ermöglichen Shop-Betreibern jeder Größe eine unkomplizierte und sichere Zahlungsabwicklung. Optimal ist es für Händler, wenn sie einen Provider wählen, der möglichst viele Anforderungen erfüllt und die benötigen Services abdeckt. Wer alles aus einer Hand bezieht, spart in der Regel Zeit und Personal. Häufig müssen Händler nur eine einzige Schnittstelle in die Webseite integrieren und dementsprechend auch nur einen Dienstleister für den laufenden Geschäftsbetrieb konsultieren.

Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit: Shopbetreiber sollten darauf achten, dass ein Bestellvorgang, bei dem der Kunde zum Teil sensible Konto- oder Kreditkartendaten angeben muss, höchste Sicherheitsstandards erfüllt. SSL-Verschlüsselung während der gesamten Transaktion ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Unabhängige Institutionen wie zum Beispiel TÜV Saarland und Trusted Shops prüfen Zahlungssysteme und die dazu gehörigen Prozesse auf ihre Sicherheit.

Resonanz (noch) gering

Während Mobile-Payment in den USA schon sehr verbreitet ist, hinkt der deutsche Markt deutlich hinterher. Laut „Consumer Barometer“ der IFH Köln und KPMG nutzen bisher nur rund 15 Prozent der Verbraucher Mobile-Payment-Dienste – Tendenz steigend. Denn rund 58 Prozent der Nicht-Nutzer können sich zumindest vorstellen, auf diese Bezahlfunktion künftig zuzugreifen. Doch die Sicherheitsbedenken der Konsumenten sind nach wie vor groß.

Der Markt der Mobile-Payment-Anbieter ist stark segmentiert – ein eindeutiger Marktführer lässt sich nur schwer ausmachen. Selbst die großen Namen der Branche nutzen diverse Softwareprodukte, um Zahlungen abzuwickeln. Im Bereich Hardware konzentrieren sich immer mehr Anbieter auf die Near-Field-Communication-Technologie (NFC). In Deutschland gibt es jedoch immer noch keinen Standard. Um via NFC bezahlen zu können, benötigt der Konsument ein NFC-kompatibles Smartphone – die geringe Marktdurchdringung dieser Geräte spricht für sich. Immer häufiger werden deshalb Lösungen herangezogen, die für die Bezahlung die Audiobuchse des Phones verwenden.

Unternehmen wie Netto, Rewe und Edeka sind in Deutschland schon auf den Mobile-Payment-Zug aufgesprungen und haben Apps eingeführt, die Zahlungen per Smartphone erlauben. Obwohl die Infrastruktur in vielen Fällen vergleichbar ist, ist die Marktakzeptanz für Mobile-Payment-Lösungen im europäischen Ausland höher als in Deutschland. Dürfen Händler und Konsumenten heuer noch auf einen Durchbruch hoffen? Schwer zu sagen, denn obwohl der „Consumer Barometer“ von einer positiven Tendenz berichtet, zeigen sich die Händler eher gleichgültig. Sicherheitsbedenken, unzureichende Informationen und technische Hürden verhindern bisher die weite Verbreitung von Mobile-Payment-Diensten. Ein Verzicht auf das Angebot dieser Zahlungsoption birgt für den Handel allerdings ein Umsatzverlustrisiko.