Sie sind hier: Home

Cloud-Migration: Mit einer offenen Cloud-Infrastruktur in die Zukunft

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Bereit für die Cloud?

Bevor ein Systemhaus zusammen mit einem Kunden den Einsatz einer Cloud-Lösung evaluiert, ist eine Bestandsaufnahme der Systemlandschaft erforderlich. Sie liefert Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Server-Betriebssysteme und welche Virtualisierungsplattformen werden eingesetzt?
  • Welcher Prozentsatz der Systemlandschaft ist bereits virtualisiert?
  • Welche Standard-Applikationen und welche eigenentwickelten Applikationen gibt es? Welche davon eignen sich für eine Migration?
  • Welche Abhängigkeiten zwischen den Applikationen gibt es?
  • Welchen gesetzlichen Vorschriften unterliegt die Speicherung und Archivierung der Daten? Müssen dabei besondere branchenspezifische Compliance-Vorgaben beachtet werden?
  • Wie stark ist das Systemmanagement standardisiert und an klaren Prozessen ausgerichtet?
  • Welche Service-Level-Agreements gibt es?

Eine bewährte Lösungsstrategie besteht darin, dass Systemhäuser zusammen mit ihren Kunden Anwendungsszenarien festlegen, in denen der Effizienzdruck besonders hoch ist. Wenn sie sich nicht in die Abhängigkeit eines einzelnen Herstellers begeben wollen, folgen die IT-Dienstleister einem Open-Source-basierten Open-Hybrid-Cloud-Modell, bei dem beispielsweise ein Systemhaus einen Teil der IT im Rechenzentrum seines Kunden sowie einen anderen Teil in der Cloud betreibt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Optimal koordinieren

Das Systemmanagement spielt eine zentrale Rolle in einer Open-Hybrid-Cloud-Infrastruktur. Mit einem Cloud-Management-Tool wie „CloudForms“ von Red Hat etwa, können Systemhäuser die internen und externen IT-Ressourcen steuern. Eine wichtige Voraussetzung: Die Verwaltungslösung muss in der Lage sein, die zentralen Cloud-Technologien von einer einheitlichen Plattform aus zu steuern und zu koordinieren, angefangen von Amazon-Web-Services über Private-Cloud-Komponenten bis hin zur KVM-basierten Virtualisierung sowie Open-Stack- und Vmware-Umgebungen.

Wenn es um eine bessere Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT geht, bietet sich schließlich die Einbindung eines ITIL-Tools oder einer Ticketing-Software an. Hier werden neue Geschäftsanforderungen der Fachbereiche erfasst und Prozesse definiert, um die Ergebnisse schnellstmöglich in einer Open-Hybrid-Cloud umzusetzen.