Push durch 5G-taugliche iPhone-Modelle

Vodafone bringt reines 5G-Netz flächendeckend bis 2025

15. März 2022, 6:48 Uhr | Quelle: dpa / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
Vodafone Netzausbau 5G-Mobilfunk
An einigen Standorten sind im 5G-Netz von Vodafone Gigabit-Geschwindigkeiten möglich. Insgesamt 18.000 5G-Antennen an 6.000 Standorten sind nun im Vodafone-Netz livegeschaltet. Im Kalenderjahr 2021 hat sich die Zahl der 5G-Antennen damit verdreifacht.
© Vodafone

Die nächste 5G-Entwicklungsstufe wird bislang als „5G Standalone“ bezeichnet, weil sie ohne den Vorgängerstandard LTE auskommt. Vodafone wird die neue Technik nun unter dem Begriff „5G+“ anpreisen und stellt dazu auch konkrete Ausbaupläne vor. Einen Schub verspricht sich Vodafone von Apple.

Hannes Ametsreiter, Vodafone Deutschland
„45 Millionen Menschen können unser 5G-Netz schon heute zuhause nutzen“, sagt Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland.
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Vodafone will sein 5G-Mobilfunknetz bis zum Jahr 2025 in Deutschland komplett auf die nächste Entwicklungsstufe umstellen, die ohne die Vorgängertechnik LTE auskommt. „Wir erreichen in Deutschland jetzt mehr als 10 Millionen Kunden mit 5G+ - und bis zum Jahr 2025 quasi alle Bürgerinnen und Bürger“ sagte der Deutschland-Chef von Vodafone, Hannes Ametsreiter, in Düsseldorf. Bislang war die Technik unter dem Namen „5G Standalone“ vermarktet worden. 5G+ bedeute für die Kunden, dass sie mit ihren Smartphones deutlich höhere Reichweiten erzielen und damit häufiger im 5G-Netz unterwegs sind als zuvor, sagte Ametsreiter einer Mitteilung zufolge am Dienstag. Bislang war sein Unternehmen mit dem Ausbau von „5G Standalone“ in Vorleistung getreten, weil nur wenige Smartphone-Modelle der Hersteller Samsung und Oppo „5G Standalone“ unterstützt haben.

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Apple-Geräte könnten Schub bringen

Einen großen Schub verspricht sich Vodafone nun von Apple. Die 5G-tauglichen iPhone-Modelle werden demnächst mit einem Software-Update für 5G+ fit gemacht. Außerdem unterstützen aktuelle Smartphones von Xaomi den neuen Standard.

Die Vodafone-Mitbewerber Deutsche Telekom und Telefónica (O2) hatten bislang angesichts der beschränkten Anzahl der tauglichen Endgeräte keinen Schwerpunkt auf einen großflächigen Ausbau von „5G Standalone“ gesetzt. Mit dem Einstieg von Apple in diese Technik könnte sich dies aber rasch ändern.

Viele Einsatzszenarien durch niedrige Latenzzeiten

Ametsreiter betonte, neben den 3,5-Gigahertz-Frequenzen nutze man für 5G+ auch die 700-Megahertz-Frequenzen, um Echtzeit-Mobilfunk auf große Flächen zu verteilen und noch besser in die Häuser hineinzubringen. Der Vodafone-Manager verwies auf die kurzen Datenlaufzeiten: „Die guten Latenzwerte sind für Gamer interessant, aber auch für betriebliche Anwendungen. Wenn sie aus der Ferne Roboter oder Industrieanlagen steuern wollen, darf die Laufzeit der Daten nur wenige Millisekunden betragen“. Das gelte auch für Datenverbindungen beim autonomen Fahren.

5G+ werde auch eine wichtige Technologie für hochwertige Anwendungen in der Virtual oder Augmented Reality (computergestützte erweiterte Realitätswahrnehmung) sein. Datenbrillen wie die Hololens von Microsoft und das angekündigte Metaverse von Facebook seien auf niedrige Latenzzeiten angewiesen.


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