Breitband 2022

Commscope nennt fünf Trends

21. Januar 2022, 13:09 Uhr | Autor: Jörg Schröper | Kommentar(e)
Breitbandausbau
© Fotolia / James Thew

In einer Welt, die auch in 2022 noch von Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geprägt sein wird, sind gute Datenverbindungen so wichtig wie noch nie. Sowohl Fortschritte wie auch Herausforderungen, die es im Jahr 2021 auf diesem Gebiet gab, wird es auch im kommenden Jahr geben.

Die Reaktionen auf COVID-19, die zunehmende Dynamik bei den Netzinvestitionen und die fortgesetzte Innovation in der Breitbandtechnologie tragen zur nächsten Phase der Breitbandentwicklung bei. Gerhard Kesting, Senior Key Account Manager bei Commscope, hat fünf Schlüsseltrends für die nächsten zwölf Monate ausgemacht.

Bandbreitenwachstum

Im vergangenen Jahr habe die Branche eine Wachstumsrate von etwa 20 Prozent bei der durchschnittlichen privaten Bandbreitennutzung im Upstream- und Downstream-Bereich während der Stoßzeiten beobachtet. Die Auslastung war dabei auch von der aktuellen Corona-Situation und den damit einhergehenden Maßnahmen wie Lockdowns abhängig. Mit der Aussicht, dass Home-Office und virtuelles Lernen auch in diesem Jahr notwendig bleiben, könne man davon ausgehen, dass dieses Wachstum anhalten wird. Damit einher gehen steigende Erwartungen der Nutzer an die Leistung ihres Breitbandanschlusses. In Zukunft werden die Service Level Agreements (SLAs) über den Status quo hinausgehen, um diesen veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen. Diese höheren SLAs schaffen andererseits auch die Infrastruktur für neue Angebote wie Augmented Reality.

Verbesserter Breitbandzugang

In den kommenden Jahren werden nicht nur die Bandbreiten erhöht, sondern auch die flächendeckende Versorgung ausgebaut. Vor allem in ländlichen Gebieten gibt es hier noch erhebliche Lücken. Mehrere Fonds und Initiativen zur Schaffung eines gerechteren Zugangs treiben daher den Verkauf von Technik und Geräten auf breiter Front voran, da immer mehr Teilnehmer Zugang zu Breitband erhalten. Glasfaserbasierende XGS PON- und koaxialbasierende DOCSIS-3.1-Dienste (Data Over Cable Service Interface Specification) werden in viele neue Gebiete vordringen, in denen es bisher keine gute Breitbandversorgung gab, darunter sowohl ländliche als auch innerstädtische Gebiete. Ein daraus resultierender Netzwerkeffekt wird die Innovationen weiter fördern und Umsätze von lokalen Betreibern steigern.

Ausbau der Glasfaserinfrastruktur

Bei vielen Betreibern wird der Glasfaserausbau in den nächsten Jahren rasch zunehmen, so der Commscope-Experte. Einige Kabelnetzbetreiber planen zum Beispiel den verstärkten Einsatz von Fiber-Deep-HFC-Glasfasern, um die Größe der Service-Gruppen und die Überlastung zu verringern. Diese Bereitstellungen werden Ethernet und PON nutzen, um Konnektivität zu DAA Nodes bereitzustellen. Einige Telekommunikations- und Kabelnetzbetreiber, die bereits PON-Lösungen einsetzen, werden diese Lösungen wahrscheinlich auf weitere Regionen ausdehnen. Andere Kabelnetzbetreiber könnte dann in Zukunft von koaxialbasierenden Breitbandlösungen auf PON-Breitbandlösungen (sowohl EPON als auch XGS PON) umsteigen.
Diese Umstellung habe bereits begonnen, und Commscope gehe mit vielen differenzierten Produktlinien auf den Bedarf dieser Betreiber ein. Für den Einsatz von Glasfaser sind beispielsweise Glasfaserverkabelungssysteme und Konnektivitätslösungen (Terminals, Glasfaser-Muffen etc.) nötig. Darüber hinaus sind die OLT- und ONT-Produkte, die die optischen Signale über die verlegten Glasfasern verwalten und übertragen, ebenfalls von steigender Bedeutung.

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